Vor wenigen Wochen erst konnte ONE WARE mit einem Investment in Höhe von 2,5 Mio Euro die Weichen für weiteres Wachstum stellen, nun folgt bereits der nächste große Schritt: Mit dem offiziellen Launch von ONE AI startet das Start-up in die Skalierungsphase. Die Software ermöglicht es Unternehmen branchenweit, innerhalb von Sekunden individuelle KI-Modelle zu entwickeln – direkt zugeschnitten auf ihre spezielle Anwendung und die vorhandene Hardware.
Die Idee zu ONE WARE entstand, als Mitgründer Leon Beier als Werkstudent versuchte, KI für die Qualitätskontrolle von Geldscheinen einzusetzen. Herkömmliche Modelle waren entweder teuer oder zu unflexibel. Gemeinsam mit seinen Mitgründern Leo Wiegand, Ali Durmaz und Hendrik Mennen entwickelte er daraufhin eine Lösung, die von Beginn an auf die Bedürfnisse der Industrie zugeschnitten war – zunächst an der TH OWL und später mit Unterstützung der garage33.
ONE AI ist die weltweit einzige Plattform zur automatisierten Architekturgenerierung in Sekunden und setzt dafür Neural Architecture Prediction (NAP) ein: Statt Architekturen iterativ zu suchen oder generische Netze nachträglich zu adaptieren, prognostiziert die Plattform aus Anwendung, Daten und Zielhardware die passende Modellarchitektur und erzeugt sie in weniger als einer Sekunde. Mit ONE AI wird jede programmierbare Komponente zur KI-Komponente und kein spezialisierter KI-Chip ist erforderlich.
Zentraler Gedanke war es, KI nicht nur theoretisch nutzbar zu machen, sondern so, dass sie in der Praxis direkt auf der bestehenden Hardware von Unternehmen läuft. Dieser Ansatz macht KI-Anwendungen nicht nur kostengünstiger, sondern auch nachhaltiger. Denn anstatt neue, teure Spezialhardware anzuschaffen, können Firmen ihre vorhandenen Systeme optimal einsetzen – und so direkt vom Mehrwert der Technologie profitieren.
Bisher standen Unternehmen bei der Einführung von KI oft vor einer schwierigen Wahl: Entweder nutzten sie Standardmodelle, die kaum an ihre individuellen Anforderungen angepasst sind – oder sie investierten viel Zeit und Geld in die aufwendige Eigenentwicklung durch Expert:innenteams. ONE AI ist die weltweit einzige Lösung, die genau dazwischen ansetzt: maßgeschneiderte KI-Modelle in Sekunden, ohne wochenlange Programmierung und ohne Kompromisse bei der Qualität.
Dass dieser Ansatz funktioniert, zeigen die Leistungswerte: Mit ONE AI generierte Modelle arbeiten laut ONE WARE bis zu 488 Mal schneller und 24 Mal präziser als bestehende Lösungen. Und das nicht auf Spezialhardware, sondern selbst auf Systemen, die schon viele Jahre im Einsatz sind. „Unser Ziel ist es, die Praktikabilität in den Vordergrund zu stellen: ein einfacher Einstieg und ein klarer Pfad von der Idee zur Umsetzung“, erklärt Mitgründer und CEO Leon Beier. Damit wird aus einem komplizierten Expertenprozess ein Werkzeug, das jedem Unternehmen offensteht – unabhängig von Branche oder Budget.
Die Technologie überzeugt nicht nur in der Theorie, sondern bereits in der Praxis. Der führende Chip-Hersteller Altera arbeitet mit ONE WARE zusammen, um KI direkt auf seinen Chips lauffähig zu machen. In einem gemeinsamen Whitepaper werden die technischen Hintergründe und die Vorteile dieses Ansatzes detailliert vorgestellt – ein Beleg dafür, wie groß das Potenzial von ONE AI branchenweit ist. Damit zeigt sich: Die Plattform ist nicht nur für einzelne Betriebe interessant, sondern hat das Potenzial, ganze Branchen zu verändern.
Auch in der industriellen Anwendung gibt es bereits Erfolge. So setzt HDO, ein Hersteller von Druckgussteilen für die Automobil- und Sanitärbranche, ONE AI zur Qualitätskontrolle ein. Oberflächenfehler lassen sich so schneller und präziser erkennen, als es mit klassischer Messtechnik möglich wäre. Der Beschlaghersteller FSB nutzt die Software ebenfalls, um Defekte zuverlässig aufzuspüren. Beide Beispiele zeigen, wie groß der praktische Nutzen für Unternehmen ist.
Ab diesem Zeitpunkt können sich interessierte Entwickler aller Branchen kostenfrei registrieren, sofort eigene KI-Modelle trainieren und ein Startguthaben im Wert von 500 Euro nutzen, das erfahrungsgemäß für etwa 20-30 Trainingsläufe ausreicht. Trainierte Modelle lassen sich mit einer 30 Tage gültigen Testlizenz exportieren und auf unterschiedlichen Zielsystemen evaluieren. Der gesamte Ablauf ist so gestaltet, dass einzelne Entwickler oder Entwicklerteams ohne vorherige KI- oder Hardware-Expertise unmittelbar produktiv werden: Ein geführter Workflow mit sinnvollen Voreinstellungen übernimmt die KI-spezifischen Entscheidungen und führt von der Idee zur Umsetzung.
Damit die erzeugten Modelle nahtlos auf der jeweiligen Hardware eingesetzt werden können, steht ONE WARE Studio als offene Entwicklungsumgebung zur Verfügung. Studio liefert die Projektstruktur, verwaltet Daten- und Hardwarekontext und integriert ONE AI direkt als Extension. So entsteht eine vollständige Plattform: ONE AI übernimmt die automatisierte Modellgenerierung und Optimierung, während ONE WARE Studio die Brücke zur Zielhardware bildet und den produktiven Einsatz ermöglicht.
Mit 15 Mitarbeitenden an den Standorten Paderborn und Osnabrück, dem kürzlich gesicherten Investment und dem Launch von ONE AI ist ONE WARE bereit für die breite Skalierung. Die nächsten Schritte sind bereits geplant: Künftig soll die Plattform auch für weitere Datentypen wie Sensordaten oder Zeitreihen verfügbar sein – und so noch mehr Anwendungsfelder erschließen.
Wir von der garage33 freuen uns, dieses innovative Team weiterhin begleiten zu dürfen. Herzlichen Glückwunsch zum erfolgreichen Launch – wir sind gespannt auf die nächsten Meilensteine, die sicher nicht lange auf sich warten lassen!