Wasserlecks früh erkennen: AutoAquaControl zeigt, wie es geht

Energieautarker Wasserlecksensor auf dem Weg in den Markt

04/12/2025
AutoAquaControl Produktfoto

Mit AutoAquaControl steht ein innovatives Start-up in den Startlöchern. Die Gründer entwickeln ein Sensor­system, das Wasserlecks frühzeitig erkennt und dabei völlig ohne externe Energiequelle auskommt. Seit dem 1. Oktober 2025 wird das Vorhaben im Rahmen eines EXIST-Forschungstransfers in der Fachgruppe Schaltungstechnik von Prof. Dr. Christoph Scheytt an der Universität Paderborn gefördert. Für uns in der garage33 ist es ein spannendes Projekt, das wir im Coaching begleiten dürfen.

Forschung trifft Praxis

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie unterstützt AutoAquaControl bis ins Frühjahr 2027 mit mehr als 800.000 Euro. Diese Förderung ermöglicht es dem Team, das gesamte System bestehend aus dem patentierten Sensor, einem Empfänger sowie einem Test- und Kontrollgerät zur Marktreife zu bringen. Ziel ist es, eine Ausgründung vorzubereiten und die Technologie anschließend industriell zu vermarkten.

Der Ansatz ist dabei ebenso einfach wie wirkungsvoll. Wasserlecks sind häufig schwer zugänglich und bleiben lange unentdeckt. Ob unter Duschwannen, in Flachdächern oder in Wänden, oft entstehen hohe Schäden, bevor ein Problem sichtbar wird. AutoAquaControl will das ändern.

Ein Sensor, der sich selbst versorgt

Der Sensor, den das Team entwickelt, ist nur etwa 7,5 cm³ groß und kann dauerhaft an schwer erreichbaren Stellen verbaut werden. Er ist vollständig wartungsfrei und über viele Jahrzehnte funktionsfähig (> 25 Jahre). Außerdem benötigt er weder Batterien noch eine Stromversorgung.

Möglich macht das eine patentierte Primärzelle aus zwei Metallelektroden. Sobald Wasser die Elektroden berührt, entsteht eine Spannung, welche die Sendeelektronik aktiviert. Durch das Versenden eines Funksignals an einen Empfänger wird das Leck sofort gemeldet – und das alles, ohne dass jemals eine Energiequelle ausgetauscht oder gewartet werden muss.

Diese Idee wurde maßgeblich durch die langjährige Expertise von Prof. Dr. Ulrich Hilleringmann geprägt. Als früherer Lehrstuhlinhaber für Sensorik an der Universität Paderborn bringt er umfangreiche Erfahrung in der Halbleiterentwicklung ein und begleitet das Projekt als Ideengeber und Mentor.

Von der Idee zum Start-up

AutoAquaControl ist ein Beispiel dafür, wie aus wissenschaftlicher Forschung eine marktfähige Lösung entsteht. Das Team verbindet technologische Tiefe mit einem klaren Nutzen für Industrie, Gewerbe und Gebäudetechnik. „Durch den Einbau eines solchen Sensorsystems in Lager- oder Produktionshallen kann die Industrie profitieren. Wasserschäden werden frühzeitig entdeckt und Kosten und Produktionsverzögerungen werden verhindert. Darauf hat der Markt gewartet!“, betont Mentor und langjähriger Projektmanager Dr. Torsten Frers.

Mit dem EXIST-Forschungstransfer als starkem Fundament, wissenschaftlicher Unterstützung und einer zukunftsweisenden Idee hat AutoAquaControl beste Voraussetzungen, sich erfolgreich am Markt zu etablieren. Wir freuen uns darauf, den weiteren Weg aktiv zu begleiten.

Text: Kim Determann