Einträge von Lena Gold

NEXT LEVEL – 50 JAHRE START-UP KULTUR

garage33 und Netzwerkpartner feiern doppeltes Jubiläum

Mit über 300 Gästen feierten wir am 25. Mai im Rahmen des 50-jährigen Jubiläums der Universität Paderborn ein halbes Jahrhundert erfolgreicher Hochschulausgründungen und gleichzeitig auch unser eigenes fünfjähriges Bestehen. Anlässlich dieses doppelten Geburtstags bot „Next Level“, ein Netzwerkevent mit anschließender Party, aktuellen Ausgründungsprojekten der Universität eine Plattform und machte die Vielfalt der Gründungsszene in Ostwestfalen-Lippe (OWL) sichtbar. Die garage33 sowie das gesamte Außengelände hinter dem Gebäude vom Technologiepark 8 wurde in eine inspirierende Eventlocation verwandelt. Das Jubiläum nahmen wir zum Anlass, die Start-up Kultur hochleben zu lassen und gemeinsam mit unseren Gästen in das Start-up-Ökosystem der garage33 einzutauchen. Außerdem nutzten wir die Gelegenheit um über das Wachstum und die Profilierung der garage33 und unser aktuelles Projekt „Exzellenz Start-up Center.NRW“ sowie den Bau des neuen Start-up Campus OWL zu informieren. Prof. Dr. Birgitt Riegraf, Präsidentin der Universität Paderborn, Prof. Dr. Rüdiger Kabst, wissenschaftlicher Leiter des Technologietransfer- und Existenzgründungs-Centers der Universität Paderborn (TecUP) und Prof. Dr. Sebastian Vogt, Geschäftsführer des TecUP, eröffneten die Veranstaltung um 16 Uhr.

„Die Universität Paderborn blickt auf eine lange Gründungskultur zurück. In den vergangenen 50 Jahren haben über 300 erfolgreiche Hochschulausgründungen mehr als 10.000 Arbeitsplätze geschaffen, über 90 Prozent davon in OWL. Seit der Gründung vom TecUP im Jahr 2014 konnten wir 104 Start-ups erfolgreich auf den Markt bringen“, zieht Kabst die beeindruckende Bilanz. Zudem sei das Wachstum und die Profilierung des regionalen Gründungsökosystems nur durch die wertvolle Unterstützung des garage33-Netzwerks möglich. Die Anschubfinanzierung des Landes NRW und der Stifter des OWL-Gründungsökosystems habe entscheidend dazu beigetragen, solch zukunftsweisende Projekte wie den Aufbau der garage33, die Gewinnung des Exzellenz Start-up Center oder des Akzelerator.OWL in Ostwestfalen-Lippe umzusetzen.

„Dieses ‚Klassentreffen‘ mit ehemaligen und aktuellen Gründerinnen und Gründern, Gründungsinteressierten und zentralen Akteuren der Gründungsszene aus ganz NRW ist eine Bühne für das enorme Potential der Region, schärft unser Start-up Ökosystem in OWL und lässt vermuten, was wir zukünftig noch gemeinsam bewegen können“, erklärt Vogt.

Foto (Universität Paderborn, Besim Mazhiqi): (v. l.) Prof. Dr. Rüdiger Kabst, wissenschaftlicher Leiter des Technologietransfer- und Existenzgründungs-Centers der Universität Paderborn und Prof. Dr. Birgitt Riegraf, Präsidentin der Universität Paderborn.

Foto (Universität Paderborn, Besim Mazhiqi): (v. l.) Prof. Dr. Rüdiger Kabst, wissenschaftlicher Leiter des TecUP, Prof. Dr. Birgitt Riegraf, Präsidentin der Universität Paderborn und Prof. Dr. Sebastian Vogt, Geschäftsführer des TecUP, eröffneten die Veranstaltung.

Teams der garage33 präsentieren Geschäftsideen

Im Mittelpunkt der Feierlichkeiten stand der sogenannte „Demo-Day“, bei dem die Start-ups aus dem garage33-Accelerator gegeneinander antraten. Der Accelerator der garage33 zielt darauf ab, fortgeschrittene Gründungsteams bei der Skalierung und beim Wachstum bis hin zum Product-Market-Fit zu unterstützen. Fünf Teams präsentierten in sechsminütigen Pitches ihre innovativen Geschäftsideen vor der Venture-Capital- und Business-Angel-Szene und einer hochkarätigen, fünfköpfigen Jury. Über einen Stream konnten Business Angel und Investor:innen, die nicht vor Ort an der Veranstaltung teilnahmen, die Pitches live auf ihren Bildschirmen verfolgen. Den Auftakt gab das Team von „Pure U.“, welches innovative Naturkosmetik für sensible Haut entwickelt, produziert und vertreibt. Es folgten die Pitches von „Steets“, ein Unternehmen, das ein innovatives Zusatzmodul für Unterarmgehstützen entwickelt hat, „KATMA“ aus Rietberg, ein Start-up mit dem Thema Laderaumhygiene von LKW und „TrainOs“, eine Lösung für realitätsnahe Operationssimulationen. Mit der Präsentation einer Softwarelösung zur Talentakquise bildete das Team von „MatchU“ den Abschluss der Pitches. Die Jury, bestehend aus Anke Hosse-Doblinger, Direktorin der NRW.BANK, Marieke Funck, Corporate Entrepreneurship garage33, Adelhard Türling, Alumnus der Universität Paderborn, Gründer und Vorstand Fellowmind Germany GmbH, Dr. Yvonne Groening, Alumna der Universität Paderborn, Gründerin und Geschäftsführerin myconsult GmbH sowie Max Erdmann, Alumnus der Universität Paderborn Gründer und Geschäftsführer der Vaira UG, hatte im Anschluss an die Präsentationen je zwei Minuten Zeit, Rückfragen an die Teams zu stellen. Nachdem sich die Jury beraten hatte und jedem Team ein großes Lob für die gelungenen Präsentationen aussprach, kürten sie Phil Janßen, Thorben Engel und Philipp Battisti vom Team „Steets“ zum Sieger des Abends, welche sich über ein Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro, finanziert durch die NRW.BANK, sichern konnten.

„Wir sind beeindruckt von der innovativen Entwicklung. Das Zusatzmodul von Steets ist ein sehr greifbares und praktisches Add-on für Krücken, das sicherlich vielen mobilitätseingeschränkten Menschen helfen wird. Zudem haben uns der Pitch, die fachlichen Qualifikationen als auch die Darstellung der Bedarfe wie Marktumfeld und Absatz überzeugt“, begründet Anke Hosse-Doblinger die Entscheidung der Jury. Der Publikumspreis ging an das Team von KATMA, welches sich über 500 Euro Preisgeld, ebenfalls von der NRW.BANK gesponsert, freuen durfte.

Prof. Dr. Sebastian Vogt (links), Geschäftsführer des TecUP, und Anke Hosse-Doblinger (rechts), NRW.Bank, überreichten den Siegern des Demo-Days, Philipp Battisti, Thorben Engel und Phil Janßen (Mitte v. l.) vom Team „Steets“ ein Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro, finanziert durch die NRW.Bank.

Foto (Universität Paderborn, Besim Mazhiqi): Der Publikumspreis ging an das Team von KATMA. Patrick und Felix Kathöfer (Mitte v. l.), Gründer von KATMA, durften sich über 500 Euro Preisgeld freuen, finanziert durch die NRW.Bank.

Auf einer begleitenden Gründungsmesse präsentierten Maji, ClipHut, Devity, Cellgo, mykori, chinkilla, Ufundi, widgetbook, Digimenz, ladeplan und Hola Peanuts ihre innovativen Geschäftsideen. Hier konnten sich die Gäste über aktuelle Ausgründungsprojekte der Universität Paderborn sowie der Gründungsszene in Ostwestfalen-Lippe informieren und mit den Teams ins Gespräch kommen.

Qualitätslabel für „Unchained Robotics“

Ein Start-up-Team erhielt darüber hinaus eine ganz besondere Auszeichnung: Kabst überreichte das Qualitätslabel „Unternehmensgründung aus der Universität Paderborn“ an die Unchained Robotics GmbH. Das Qualitätslabel zeichnet Gründer:innen aus der Universität Paderborn aus, die bereits einige Jahre erfolgreich am Markt agieren und der Universität kooperativ verbunden bleiben. Bisher wurden es in der Geschichte der Universität Paderborn über 50 Mal verliehen. Das 2019 von Mladen Milicevic und Kevin Freise gegründete Start-up Unchained Robotics liefert Systemlösungen für eine effiziente und flexible Automatisierung von Fertigungsprozessen in kleinen und mittelständischen Unternehmen. Somit hilft es Mittelständlern, den einfachen und schnellen Weg zur Automatisierung zu finden.

„Es ist mir eine Freude, das Qualitätslabel an Unchained Robotics zu überreichen. Unchained Robotics pflegt auch noch über viele Jahre nach ihrer Gründung eine enge Kooperationsbeziehung mit uns. Die Gründer erhielten für ihr überzeugendes Geschäftsmodell erstes Wagniskapital durch den Technologiefonds OWL, eine Finanzierung vom Land NRW und in einer zweiten Finanzierung 1,7 Millionen Euro von regionalen und überregionalen VCs und Business Angels“, beglückwünscht Kabst das Team.

„Wir sind Kinder der garage33, sind im Ökosystem der garage33 aufgewachsen, haben viel Unterstützung erhalten und durften sehr viel lernen. Dafür möchten wir ‚Danke‘ sagen. Ich habe in China gesehen, wie pragmatisch die Chinesen im Gegensatz zu uns an die Automatisierung herangehen. Das war der Startschuss für unsere Geschäftsidee, die es für produzierende Unternehmen einfacher macht, Roboter zu erwerben und in Betrieb zu nehmen“, so Milicevic. Die garage33 habe dem Team durch Coachings dabei geholfen, ihre ersten Geschäftsideen weiterzuentwickeln. Dazu sei es sehr hilfreich gewesen, auch das Netzwerk und das Angebot zur Unterstützung bei der Antragsstellung von Förderprogrammen in Anspruch zu nehmen. Und weiter beschreibt Milicevic die Entwicklung: „Damals sind wir damit gestartet, Robotern das Sehen beizubringen. Heute ist es über unsere Online-Plattform für jede Fabrik in Deutschland möglich einen Roboter schnell, einfach und ohne Raketenwissenschaft in die eigene Produktion zu integrieren.“

Foto (Universität Paderborn, Besim Mazhiqi): Prof. Dr. Rüdiger Kabst (oben links) überreichte das Qualitätslabel „Unternehmensgründung aus der Universität Paderborn“ an die Unchained Robotics GmbH. Das Qualitätslabel zeichnet Gründer:innen aus der Universität Paderborn aus, die bereits einige Jahre erfolgreich am Markt agieren und der Universität kooperativ verbunden bleiben. Mladen Milicevic (2. von oben links) und Kevin Freise (vorne Mitte), Gründer von Unchained Robotics, sowie das gesamte Team freuten sich über die Auszeichnung.

Im Anschluss an die Preisverleihung ging die Veranstaltung bei Musik, Speisen und Getränken in ein lockeres Fest über. Neben guten Gesprächen in offener Atmosphäre sorgten unsere Netzwerkpartner und Förderer, die VerbundVolksbank OWL, die Sparkasse Paderborn-Detmold und die Warsteiner Brauerei für das leibliche Wohl. Die Universitätsgesellschaft Paderborn organisierte den feierlichen Sektempfang für die Gäste. Ab 18 Uhr begleitete der Paderborner DJ Cut Spencer das Event musikalisch mit einer Mischung aus Lounge, Hip-Hop, House und Disco.

Foto (Universität Paderborn, Besim Mazhiqi): Unsere Eventmanagerin Carola Pense (links) hatte allen Grund zu feiern. Die Jubiläumsveranstaltung „Next Level“ in der garage33 war ein voller Erfolg.

Foto (Universität Paderborn, Besim Mazhiqi): Im Anschluss an die Preisverleihung ging die Veranstaltung bei Musik, Speisen und Getränken in ein lockeres Fest über.

50 Jahre Universität Paderborn

„Next Level“ ist eines von insgesamt „50 Mosaiken“ – eine Veranstaltungsreihe im Rahmen des Jubiläumsjahres der Universität Paderborn. Studierende, Wissenschaftler:innen und Mitarbeitende haben sich 50 verschiedene Programmpunkte überlegt, die die Vielfalt der Universität Paderborn sichtbar machen und zu denen alle Interessierten eingeladen sind. Informationen zu den weiteren Veranstaltungen im Jubiläumsjahr gibt es unter: www.upb50.de.

DIE GARAGE33 STELLT FINANZIELLE STIFTER VOR

garage33 und finanzielle Stifter ziehen beeindruckende Zwischenbilanz

Die garage33 feiert in diesem Jahr ihr fünfjähriges Bestehen. Im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung am Montag, 23. Mai, haben die finanziellen Stifter gemeinsam mit den Verantwortlichen auf eine erfolgreiche Entwicklung zurückgeblickt. Prof. Dr. Rüdiger Kabst, wissenschaftlicher Leiter des Technologietransfer- & Existenzgründungs-Centers der Universität Paderborn (TecUP), sowie Prof. Dr. Sebastian Vogt, Geschäftsführer des TecUP, stellten dabei die Gründungslandschaft rund um die garage33 vor. Auch die Stifter sprachen über die Bedeutung und ihre Motivation zur Förderung der Start-up Szene in der Region.

„Das Wachstum und die Profilierung des regionalen Gründungsökosystems wäre ohne die wertvolle Unterstützung der hier versammelten Stifter nicht möglich. So wären wir ohne die Anschubfinanzierung der Stifter nicht in der Lage gewesen, solch zukunfts-weisende Projekte wie den Aufbau der garage33, die Gewinnung des Exzellenz Start-up Center (ESC.OWL) oder des Akzelerator.OWL in Ostwestfalen-Lippe umzusetzen“, stellt Kabst die Bedeutung der Stifter für das regionale Gründungsökosystem und die garage33 heraus. „Neben den Unterstützern aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft sind es insbesondere die regionalen Stifter, ohne die der Aufbau eines derartigen Start-up-Ökosystems nicht möglich ist“, bekräftigt Vogt das gemeinsame Engagement.

„Es war immer das Ziel von Heinz Nixdorf, junge Leute zu ermutigen, ihr Schicksal in die eigene Hand zu nehmen und dabei unternehmerisch zu denken und zu handeln. Wir freuen uns, in diesem Leuchtturmprojekt einen Beitrag dazu leisten zu können, dass aus der Grundlagenforschung der Universität Paderborn und den anderen Hochschulen der Region erfrischend ehrgeizige Start-ups mit tollen Ideen entstehen“, betont Prof. Dr. Nikolaus Risch, Vorstandsmitglied der Heinz Nixdorf Stiftung.

Dr. Otto Drosihn, Vorstandsvorsitzender von Paderborn überzeugt. e.V.: „Wir sind Förderer seit der ersten Stunde – jeder investierte Euro hat sich mehr als gelohnt. Seit ihrer Gründung vor fünf Jahren hat sich die garage33 zu einem bedeutenden Innovationstreiber mit überregionaler Strahlkraft entwickelt, sodass sie heute zu einem der zentralen Leistungsträger in der landesweiten Start-up Szene zählt.“

„Durch die Förderung des universitären Gründungsökosystems unterstützen wir mutige Hochschulausgründungen, um innovative Geschäftsmodelle zu realisieren. Der Austausch zwischen Gründern und etablierten Unternehmern ermöglicht neue Geschäftsideen. Damit wird die Wirtschaft gestärkt und es entstehen neue Arbeitsplätze“, erklärt Arnd Paas, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Paderborn-Detmold.

Auch Karl-Heinz Rawert, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der VerbundVolksbank OWL, erläutert: „Die garage33 steht für Zukunft, Fortschritt und natürlich für Talente. Mit unserem Engagement wollen wir dazu beitragen, OWL nachhaltig als Gründungsregion zu etablieren, Start-ups und bestehende mittelständische Unternehmen zusammenzuführen und jungen Talenten die Chance zu geben, Ihr unternehmerisches Potential auszuschöpfen.“

Auch Michael Dreier, Bürgermeister der Stadt Paderborn, der aufgrund der aktuellen Lage nicht persönlich an der Veranstaltung teilnehmen konnte, ist stolz auf die garage33: „Durch die Kooperation wichtiger Partner wurden neue Möglichkeiten für die Start-up-Szene Paderborns und die gesamte Gründungsregion OWL geschaffen und die Kompetenzen und Stärken der Region strategisch gebündelt.“ Die garage33 sei ein bedeutender, zukunftsweisender Akteur für den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Paderborns.

Beiratssitzung der garage33

Im Anschluss an die Vorstellung der finanziellen Stifter fand die Beiratssitzung der garage33 statt. Nach der Eröffnung durch Kabst und Vogt stellten sich die siebzehn Beiratsmitglieder vor. Kabst und Vogt berichteten über das Wachstum und die Profilierung der garage33 sowie über die aktuellen Projekte, das ESC.OWL und den Akzelerator.OWL. Danach wurde der neue Beirat bis Ende 2024 durch die garage33 bestellt. Neben ehemaligen Beiratsmitgliedern kamen auch neue hinzu, u. a. Alumni der garage33. Dr. Otto Drosihn wurde als Vorsitzender und Bürgermeister Michael Dreier als Stellvertreter wiedergewählt. Dr. Thomas Reiher, garage33-Alumnus und Co-Founder der AMendate GmbH, wurde als zweiter Stellvertreter des Beirats neu gewählt. Den Abschluss der Veranstaltung bildeten Präsentationen von sechs Gründungsteams. In sogenannten „Pitches“ präsentierten die Teams, die in der garage33 entstanden sind, innerhalb von fünf Minuten ihre innovativen Geschäftsideen. Mit assemblean, deren Vision es ist, eine vollständige Auslastung von Produktionsanlagen zu erreichen, sowie Excellence Coatings, die eine innovative „Easy-to-clean“-Beschichtung entwickelt haben, eröffneten zwei junge Start-ups die Präsentationen. Danach folgten mit Unchained Robotics und maxcluster zwei reife Start-ups. Unchained Robotics liefert Systemlösungen für eine effiziente und flexible Automatisierung von Fertigungsprozessen in kleinen und mittelständischen Unternehmen, maxcluster optimiert das E-Commerce Hosting für Online-Händler und Agenturen. Mit Cargoboard und Intellicant folgten schließlich zwei Corporate Start-ups. Cargoboard widmet sich mit ihrem innovativen Geschäftsmodell der Digitalisierung der Logistikbranche, Intellicant bietet intelligente Lösungen im Bereich von Kläranlagen. Anschließend blieb noch Zeit für ein lockeres „Get-together“.

Wachstum und Profilierung

Als Exzellenz Start-up Center.NRW setzt sich das TecUP für die Sensibilisierung und Qualifizierung im Themenfeld Existenzgründung aus der Hochschule ein und versteht sich als Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Forschungsexzellenz soll dabei in Gründungsexzellenz überführt werden, um die Erkenntnisse für Wirtschaft und Gesellschaft nutzbar zu machen. 2016 wurde auf Initiative der Stadt Paderborn, Paderborn überzeugt. e.V. und der Universität Paderborn die garage33 ins Leben gerufen und am 17. Mai 2017 im Technologiepark 8 eröffnet. Im Freiraum der garage33 setzt das TecUP nicht nur auf eine gute Vernetzung und den Austausch von Gründern und gestandenen Unternehmern, sondern auch auf den Zugang zu Wachstumskapital – so etwa über den hier ansässigen und vom TecUP mitinitiierten Technologiefonds OWL oder auch das Business Angel Netzwerk OWL (BAN.OWL). Rund um die garage33 ist mittlerweile ein starkes und stetig wachsendes Netzwerk aus Förderern, Business Angels, Investoren und Premium Partnern entstanden.

In den vergangenen vier Jahren verfünffachte die garage33 ihre Fläche auf 2.000 Quadratmeter. Als nächster großer Wachstumsschritt wird sie im Herbst 2023 ein neues Gebäude beziehen. Der Start-up Campus OWL mit dem Projekttitel „Akzelerator.OWL“ soll die neue Heimat für Gründende werden. In der hochmodernen Immobilie der Universität Paderborn auf dem ehemaligen Gelände der Barker Barracks entstehen auf rund 7.000 Quadratmetern Arbeitsräume, ein Maker Space, Wertstätten, Co-Working-Flächen und eine Bürolandschaft. Das mit rund 23 Millionen Euro vom Land geförderte Bauprojekt zielt auf die nachhaltige Stärkung der Gründungskultur in Paderborn und darüber hinaus ab.

(V. l. oben) Thomas Begemann, BENTELER Group, Dr. Stefan Pecoroni, GEA Group AG, Prof. Dr. Sebastian Vogt, TecUP, Arnd Paas, Sparkasse Paderborn-Detmold, Martin Nixdorf, Heinz Nixdorf Stiftung/Stiftung Westfalen, Dr. Thomas Reiher, Hexagon AG (ehemals AMendate GmbH), Artur Nachtigal, Cargoboard GmbH & Co. KG, Daniel Weiner, StudyHelp GmbH, Peter Hübinger, Miele & Cie. KG, Dr. Otto Drosihn, Media-Print Group GmbH und Paderborn überzeugt. e.V. (V. l. untere Reihe) Boris Langerbein, INTILION GmbH, Dr. Tim Brühn, Cargo Digital World AG, Prof. Dr. Rüdiger Kabst, TecUP und Andreas Hartmann, HARTMANN INTERNATIONAL GmbH und Co. KG. Außerdem wurden Bürgermeister Michael Dreier, Paderborn überzeugt. e.V., Dr. Elke Radeke, INCONY AG, Daniel Wehsarg, HELLA GmbH & Co. KGaA (FORVIA) sowie Ansgar Käter, VerbundVolksbank OWL eG, in den Beirat bestellt, die an der Sitzung nicht teilnehmen konnten.

Prof. Dr. Rüdiger Kabst stellt den Beirat der garage33 vor
Prof. Dr. Rüdiger Kabst stellt den Beirat der garage33 vor

Eindrücke von der Beiratssitzung
Eindrücke von der Beiratssitzung der garage33

HERAUSRAGENDE LEISTUNG FÜR DAS EXZELLENZ START-UP CENTER.OWL

ESC.OWL erhält Förderempfehlung von Experten-Jury

Eine von Prof. Dr. Andreas Pinkwart, Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen (MWIDE NRW), eingesetzte Experten-Jury hat dem Exzellenz Start-up Center.OWL (ESC.OWL) der Universität Paderborn eine herausragende Leistung bescheinigt. Auf dieser Grundlage empfahl sie, die Förderung bis Ende 2024 fortzusetzen. Wenn die zugesagten Anschlussfinanzierungen aus eigenen Mitteln eingehalten werden können, soll die Förderung sogar bis 2025 verlängert werden. Unter unserer Konsortialführung wird das ESC.OWL gemeinsam mit dem Center for Entrepreneurship der Fachhochschule Bielefeld (FH Bielefeld) und der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe (TH OWL) umgesetzt. Es ist vom MWIDE NRW 2019 als eines von insgesamt sechs Exzellenz Start-up Center in NRW ausgewählt worden. Die Initiative soll die Gründungskultur an den Hochschulen weiter vorantreiben und stärken.

„Ich freue mich, dass die Exzellenz Start-up Center ausgezeichnete Arbeit leisten und deshalb von der Experten-Jury so positiv evaluiert wurden. Wir setzen hier mit erheblichen Landesmitteln eine langfristige Strategie für mehr und bessere Gründungen aus den ausgezeichneten Universitäten unseres Landes um. Damit wird das Start-up-Ökosystem insgesamt deutlich gestärkt, um Nordrhein-Westfalen bis 2025 zu einer TOP 10 Start-up-Region in Europa zu entwickeln“, so Pinkwart.

„Um visionäre und zugleich zukunftsweisende Projekte wie das Exzellenz Start-up Center oder den Bau des Akzelerator.OWL als neuen Start-up Campus und Heimat der Gründerszene umzusetzen, braucht es neben einem starken Team und Partnern, die an einem Strang ziehen, vor allem Unterstützer auf allen politischen Ebenen. Ich freue mich sehr, dass wir dieses tragfähige Netzwerk in den vergangenen Jahren aufbauen konnten. Das überaus zusprechende Votum der Experten-Jury bestätigt die Wahrnehmung, dass sich rund um die garage33 ein Start-up-Ökosystem formiert, dessen Strahlkraft weit über die Landesgrenzen hinaus reichen“, so TecUP-Geschäftsführer Prof. Dr. Sebastian Vogt. „Die Einschätzung der Experten-Jury ehrt uns sehr und ist ein Zeichen dafür, dass Wissenschaft und Wirtschaft in unserem Exzellenz Start-up Center beispielhaft vernetzt sind“, ergänzt Prof. Dr. René Fahr, Vizepräsident für Wissens- und Technologietransfer der Universität Paderborn.

Grundstein für langfristige Erfolge

Mit dem ESC.OWL möchte die Universität Paderborn die Gründungskultur in der Region nachhaltig etablieren und sich zu einem Leuchtturm für Gründungsvorhaben in der digitalen Transformation entwickeln. Vor allem soll die Zahl der Gründungen im Business-to-Business-Bereich in enger Kooperation mit der Wissenschaft und der technologieorientierten Wirtschaft in der Region OWL gesteigert werden. Nicht zuletzt deshalb arbeitet die Universität Paderborn eng mit der FH Bielefeld und der TH OWL zusammen. An allen drei Hochschulstandorten wird die Unterstützung für Gründende ausgebaut, sodass die gesamte Region von dem Projekt profitiert.

Neben dem ESC.OWL haben auch die Zentren an der RWTH Aachen, der Ruhr-Universität Bochum, der TU Dortmund, der Universität zu Köln und der Westfälischen-Wilhelms-Universität Münster eine Förderempfehlung erhalten. Damit würdigt die Jury die Arbeitsergebnisse der Universitäten. Nach Zahlen des Monitoringberichts des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft ist von 2019 bis 2021 die Gesamtanzahl der Gründungen aus den sechs Exzellenz Start-up Centern von 129 auf 191 pro Jahr gestiegen, das entspricht einem Wachstum von fast 50 Prozent. Bis 2024 wollen die sechs Universitäten insgesamt 238 Gründungen pro Jahr erreichen. Mit organisatorischen Veränderungen innerhalb der Universitäten, einer anwendungsorientierten Geräteausstattung und der Entfristung von Stellen wurden die Grundsteine für eine Wirkung der Projekte auch über den Förderzeitraum hinaus gelegt.

MEET, GREAT + BEAT

NRW-weite Veranstaltungsreihe für Gründungsinteressierte macht Halt in Paderborn

Gemeinsam mit dem Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen (MWIDE) bringen wir, Gründungszentrum der Universität Paderborn, ein neues Veranstaltungsformat auf den Paderborner Campus: Die Roadshow „Meet, Greet + Beat“ der Neuen Gründerzeit NRW bietet am Mittwoch, 11. Mai ab 17 Uhr, Gelegenheit, sich über das Thema Gründung zu informieren, Erfahrungswerte auszutauschen und Kontakte zu knüpfen. Im Mitteilpunkt steht der Wettbewerb von fünf Start-ups, die mit ihren Geschäftsideen auf der Bühne gegeneinander antreten. Christoph Dammermann, Staatssekretär des MWIDE, eröffnet die Veranstaltung gemeinsam mit Prof. Dr. Birgit Riegraf, Präsidentin der Universi-tät Paderborn, um 18.15 Uhr im Hörsaal G. Weitere Informationen und kostenlose Tickets für die Roadshow gibt es unter: https://gründen.nrw/wettbewerbe/roadshow-fuer-gruendende-nrw/meet-greet-beat-paderborn.

Gründungsinteressierte können sich den ganzen Abend lang durch kurze Impulse beispielsweise zu den Themen Prototyping, Wissenstransfer und zu Finanzierungsmöglichkeiten inspirieren lassen. Dabei treffen sie auf Kollegen, potentielle Kundschaft und Experten aus der Förder- und Start-up-Beratung. Neben der garage33 und der GründungsOffensive Paderborn sind mit der Founders Foundation, dem Gründungsnetzwerk Lippe und dem Gründungsnetzwerk OWL Partner aus ganz Ostwestfalen-Lippe vertreten.

Außerdem präsentieren fünf Start-ups, die durch das Gründerstipendium NRW gefördert werden, ihre Ideen vor einer Jury: „Credular“, ein Unternehmen für Softwareentwicklung aus Bielefeld, „Crocodile Health GmbH“, ein dreiköpfiges Team aus Delbrück mit dem Fokus auf medizinische Bildung, „Ladeplan“ aus Paderborn, ein Start-up mit dem Thema E-Ladeinfrastruktur, „Recommendy“, eine Plattform für Onlinehandel mit Sitz in Bielefeld und – ebenfalls aus Bielefeld – das Team von „VanSite“, das eine Tourismus-App entwickelt hat. Innerhalb von fünf Minuten müssen die Teams auf der Bühne zeigen, was ihr Start-up einzigartig macht und warum es das Potential zum erfolgreichen Unternehmen hat. Dabei haben sie die Chance auf ein Preisgeld in Höhe von 2.000 Euro und den Einzug ins Roadshow-Finale in Düsseldorf am 13. September. Dort treten sie gegen die Gewinner:innen der anderen Roadshow-Stopps, um den mit 5.000 Euro dotierten und von der NRW.BANK gesponserten Hauptpreis zu gewinnen. In den vergangenen Monaten hat die Roadshow des MWIDE bereits Halt in Wuppertal, Münster, Dortmund und Aachen gemacht. Vor dem großen Finale in Düsseldorf ist noch ein Stopp am 23. Juni in Köln geplant.

Eindrücke vom Roadshow-Stopp in Aachen am 26. April.
Foto (MWIDE): Eindrücke vom Roadshow-Stopp in Aachen am 26. April.

ASSEMBLEAN ERHÄLT FÖRDERUNG VON BUND UND EU

In den vergangenen Wochen konnte das Start-up „assemblean“, eine Ausgründung der Universität Paderborn, gleich zwei Erfolge verzeichnen:

Die Europäische Kommission hat das Technologie-Unternehmen als eines der ersten 50 von Frauen geführten Start-ups ausgewählt, die im Rahmen des neuen Pilotprogramms „Women TechEU“ gefördert werden. Zudem qualifizierte sich das Team für die zweite Förderphase des Programms „EXIST-Forschungstransfer“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK).

Die Vision von „assemblean“ ist es, eine vollständige Auslastung von Produktionsanlagen zu erreichen. Vorhandene und gering ausgelastete Anlagen sollen genutzt und die dortigen freien Kapazitäten anderen Unternehmen zur Verfügung gestellt werden. Dafür haben die Gründerin Xiaojun Yang und der Gründer Alexander Pöhler eine digitale Plattform entwickelt, auf der alle Arten von Produktionsdienstleistungen angeboten werden.

„Women TechEU“: Mehr Frauen an die Spitze von Tech-Start-ups

Anfang März hat Xiaojun die Förderung „Women TechEU“ der Europäischen Kommission in Höhe von 75.000 Euro erhalten. Das Programm richtet sich an Unternehmerinnen, die ein sogenanntes „Deep-Tech-Start-up“ führen – junge Unternehmen, die auf technischen Innovationen und wissenschaftlichen Fortschritten beruhen, in der Regel jedoch längere Forschungs- und Entwicklungszyklen haben und mehr Zeit sowie Kapital für ihren Aufbau benötigen als andere Start-ups. Somit sollen mehr Frauen an die Spitze von innovativen Start-ups aus der Hochtechnologiebranche. Im Rahmen des Pilotprogramms wurden europaweit 50 Förderungen vergeben. Neben der finanziellen Unterstützung profitieren die Unternehmerinnen von Mentoring und Coaching im Rahmen des Programms „Women Leadership“ des Europäischen Innovationsrats (EIC) sowie von EU-weiten Netzwerkveranstaltungen.

Zweite Förderphase im Bundesprogramm „EXIST-Forschungstransfer“

Eine weitere Förderung erhält „assemblean“ durch das EXIST-Forschungstransferprogramm des BMWK. Nach der ersten Förderphase mit einer Dauer von zwei Jahren und insgesamt rund 565.000 Euro konnte sich das Team nun erfolgreich für die zweite Phase qualifizieren. Ab Mai erhält es eine einjährige Anschlussförderung in Höhe von 180.000 Euro. „Während der zweiten Förderphase möchten wir die Software der dezentralen Produktionssteuerungssysteme weiterentwickeln, um auch komplexere Projekte abwickeln zu können und die Einbindung zu vereinfachen. Zudem werden neben der eigenen Hardwareentwicklung Lösungen für bestehende Internet-of-Things-Plattformen größerer Unternehmen aufgebaut“, erklärt Xiaojun. Diese Plattformen verbinden physische Objekte mit der virtuellen Welt, intelligente Geräte erfassen dabei relevante Daten und verknüpfen sie sowohl miteinander als auch mit dem Internet. Dadurch werden die Implementierungsaufwände deutlich verringert. Zudem will das Team die Produktionsplattform weiterentwickeln. Auf einem ersten Prototyp werden bereits Produktionsprojekte abgewickelt. Im nächsten Schritt sollen die Benutzerfreundlichkeit erhöht und weitere Funktionen eingeführt werden, darunter beispielsweise ein Datenaustausch- und Nachrichtensystem.

Über „assemblean“

Der Startschuss für „assemblean“ fiel während Xiaojuns und Alexanders Forschungsarbeiten zu dezentralen Produktionssteuerungen in der Fachgruppe „Produktentstehung“ unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Iris Gräßler am Paderborner Heinz Nixdorf Institut. Durch ihre Zugehörigkeit zur Fakultät für Maschinenbau konzentrieren sie sich besonders auf Produkte aus der Automobil- und Luftfahrtbranche. Mit ihrer innovativen Geschäftsidee wandten sich die beiden Wissenschaftler an unser Gründungszentrum. Während des Gründungsprozesses erhielten sie hier vielseitige Unterstützung  – angefangen bei der Expertise und allgemeinem Feedback zur Gründungsidee, einem eigenen Büro in der garage33 sowie Hilfe bei der Antragsstellung für das Programm „EXIST-Forschungstransfer“.

IM INTERVIEW MIT TRANSFERSCOUT DR. LIANG WU

Suchen. Erkennen. Fördern. – Wie aus Forschungsexzellenz Gründungsexzellenz entsteht.

Unternehmensgründungen durch Studierende und Forschende sind ein Weg, um Innovationen in Form von Ideen, Technologien und Wissen aus der Hochschule in die Gesellschaft zu tragen. Wir setzen uns bereits seit 2014 dafür ein, Forschungsexzellenz in Gründungsexzellenz zu überführen. Lehrveranstaltungen mit Fokus auf Entrepreneurship und Innovationsmanagement, Events und Workshops sowie individuelles Coaching zu allen gründungsrelevanten Themen zeigen Wege in die Selbstständigkeit auf. In unserem Innovationsquartier „garage33“ setzen wir zudem auf eine gute Vernetzung und den Austausch von Gründer:innen und gestandenen Unternehmer:innen. Im Rahmen des Exzellenz Start-up Center.NRW-Projekts wurden an jeder Fakultät Transferscouts und Gründungsbotschafter etabliert. Ziel ist es, das Gründungspotential von Forschungsergebnissen zu identifizieren und die Thematik Unternehmertum als ernsthafte Karriereoption für Studierende und Wissenschaftler:innen auf den Plan zu rufen.

Lieber Liang, du bist für die garage33, dem Gründungszentrum der Universität Paderborn, Transferscout der Fakultät EIM. Was genau macht ein Transferscout und wie sieht dein typischer Arbeitsalltag aus?

Als Transferscouts ist es unsere Aufgabe Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für den Weg einer Unternehmensgründung zu sensibilisieren und Forschungsprojekte mit Gründungspotenzial zu identifizieren. Wir sind somit die Brücke zwischen den einzelnen Fakultäten und dem TecUP, da wir beide Seiten kennen. Auf der einen Seite helfe ich Studierenden und jungen Wissenschaftler:innen meiner Fakultät dabei, die passenden Unterstützungsangebote durch das TecUP zu erhalten, z. B. Coaching für erste Ideen und Förderprogramme, Workshops in der Prototypenwerkstatt „Maker Room“ oder Vernetzung zu Investor:innen. Auf der anderen Seite agiere ich als Sprachrohr für das TecUP, baue das Netzwerk innerhalb von EIM aus und informiere über Veranstaltungen. Ein typischer Arbeitstag als Transferscout besteht darin, Studierenden und Wissenschaftler:innen E-Mails mit Angeboten rund um das Thema „Gründung“ zu senden, sie zu Events und Vorträgen in die garage33 einzuladen und Interessierte entsprechend zu beraten.

Neben den Transferscouts wurden auch Gründungsbotschafter etabliert. Für die Fakultät EIM konnten wir Prof. Dr.-Ing. J. Christoph Scheytt gewinnen. Was ist die Rolle des Gründungsbotschafters?

Die Aufgabe eines Gründungsbotschafters ist es, für das Thema unternehmerische Selbständigkeit zu sensibilisieren, zu qualifizieren und allen Studierenden zugänglich zu machen. Prof. Dr.-Ing. Christoph Scheytt ist Leiter des Instituts für Elektrotechnik und kennt die Studierenden und Wissenschaftler:innen und die Technologieentwicklung am Institut. Professor Scheytt war selbst Gründer eines erfolgreichen IC-Design-Unternehmens, das heute international tätig ist. Somit hat er nicht nur Erfahrung als Gründer, sondern auch mit Unternehmensführung und dem Geschäftsbetrieb. Er ist eine große Stütze für das Thema Gründung.

Ist das Thema „Gründung“ für Studierende und Wissenschaftler:innen in der Fakultät EIM überhaupt relevant und präsent?

Für einige Studierende und Wissenschaftler:innen ja, aber ich denke, hier ist noch Luft nach oben. Durch meine Tätigkeit schaffe ich mehr Sichtbarkeit und Verständnis für die Themen „Gründung“ und „Gründungsförderung“, welche übrigens auch im Leitbild der Universität Paderborn fest verankert sind. Und sicherlich tragen auch erfolgreiche Ausgründungen der Universität Paderborn dazu bei, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Viele wissen, dass dSPACE Ende der 80er Jahre von Wissenschaftlern der Elektrotechnik der Uni Paderborn gegründet wurde. Die in der Universität entwickelte Technologie lässt sich auf einen großen Unternehmenserfolg übertragen – heute hat dSPACE 2.000 Mitarbeitende und einen Jahresumsatz von 250 Millionen Euro und ist somit ein echtes Vorbild. Es gibt natürlich auch andere erfolgreiche Start-ups aus der Universität wie Unchained Robotics oder die AMendate GmbH, die 2019 von Hexagon Manufacturing Intelligence, einem weltweit führenden Anbieter von Informationstechnologien, übernommen wurde – um nur einige zu nennen. Das Thema „Unternehmensgründung“ wird für Studierende auch durch die von TecUP angebotenen Bachelor- und Master-Module präsenter, die im Studium Generale gewählt werden können. 

Finanzielle Unsicherheit und Angst vorm Scheitern sind nur einige der Argumente von Studierenden, sich gegen eine Gründung zu entscheiden. Warum, Liang, denkst du, ist eine Gründung oft dennoch eine guter Karriereweg? 

Es gibt sehr verschiedene Förderprogramme, die sich an Studierende und Wissenschaftler:innen richten, um das Potential der eigenen Idee auszutesten. Der Antrag für ein solches Programm ist vergleichbar mit einem Businessplan, was ein sehr guter Ansatz ist, um eine Geschäftsidee zu überprüfen und zu verifizieren. Die Finanzierung garantiert den Empfänger:innen ein Gehalt für die Arbeit in ihrem Start-up. Wenn die Förderung abgeschlossen ist, wissen sie im Grunde, ob ihre Geschäftsidee funktioniert und ob sie geeignet ist, sich damit selbstständig zu machen. Und auch wenn sie sich entschließen sollten, den Weg der Selbstständigkeit abzubrechen, ist es dennoch eine einmalige und wertvolle Erfahrung für ihre weitere Karriere in einem Unternehmen. 

Du hast einen Antrag für EXIST-Forschungstransfer des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) – ehemals BMWi – geschrieben. Berätst du auch zu dem Förderprogramm?

Bei Fragen rund um die Geschäftsidee, Förderungen und Bewerbungen stehe ich als Transferscout in EIM gerne zur Verfügung. Im TecUP gibt es ein professionelles Coaching-Team, das auch detaillierten Support zu den Themen Bewerbung, Geschäftsstrategie, Geschäftsmodelle etc. anbietet. Auch ich wurde von ihnen bei der Erstellung der Bewerbung beraten und unterstützt.

Du bist seit acht Monaten als Transferscout tätig. Wenn du einmal zurückschaust: Was hat sich seitdem getan? Was läuft bisher schon gut und wo gibt es noch Handlungsbedarf?

Bisher habe ich als Transferscout für einige Veranstaltungen geworben und auch selbst an ihnen teilgenommen. Im Workshop „Prototype your PhD“ beispielsweise geht es darum, die eigene Forschung auf Praxistauglichkeit zu prüfen und daraus innerhalb von zwei Tagen eine Start-up-Idee zu entwickeln. Außerdem konnte ich am Maker Workshop in der Prototypenwerkstatt des TecUP teilnehmen und den Theaterworkshop mit veranstalten, bei dem Promovierende Präsentationsübungen erlernt haben. Wir bekommen viel Unterstützung vom Dekanat, von der Geschäftsstelle und den Fachschaften. Ich würde mir wünschen, die Kontakte und Netzwerke zu Professor:innen, Wissenschaftler:innen und Studierenden noch weiter auszubauen. 

Neben deinen Tätigkeiten als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Transferscout, bist du Teammitglied des jungen Start-ups assemblean, welches die zukünftige Infrastruktur der digitalen Produktion entwickelt. Was begeistert dich daran, in einem Start-up mitzuarbeiten?

Die Arbeit in einem Start-up ist ganz anders als meine vorherige Forschungsarbeit. Man sollte sich nicht nur auf die technische Innovation konzentrieren, sondern auch auf die praktischen Anforderungen der Kunden. Es ist sehr cool zu sehen, dass die Technologie, die man entwickelt hat, auf das Unternehmen übertragen werden kann und dem Kunden hilft und gleichzeitig noch einen Beitrag für die Gesellschaft leistet. Wenn Sie sich sowohl für Technik als auch für Wirtschaft interessieren, ist ein Start-up eine gute Alternative für Ihre Karriere.

Vielen Dank für das Interview!

V. r. Dr. Liang Wu mit Prof. Dr.-Ing. J. Christoph Scheytt, Leiter der Fachgruppe Schaltungstechnik am HNI der Universität Paderborn und Gründungsbotschafter der garage33, am Tag der Disputation.
V. r. Dr. Liang Wu mit Prof. Dr.-Ing. J. Christoph Scheytt, Leiter der Fachgruppe Schaltungstechnik am HNI der Universität Paderborn und Gründungsbotschafter der garage33, am Tag der Disputation.

Das Team von assemblean. V. l. der Gründer Alexander Pöhler und die Gründerin Xiaojun Yang.
Das Team von assemblean. V. l. der Gründer Alexander Pöhler und die Gründerin Xiaojun Yang.

Kurzbiografie Dr. Liang Wu

Dr. Liang Wu ist wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Fachgruppe Schaltungstechnik an der Fakultät Elektrotechnik, Informatik und Mathematik (EIM) der Universität Paderborn. Hier forscht er zu Themen wie Ultrabreitband-Abtasttechniken für zeitversetzte Analog-Digital-Wandler. Ultrabreitband Analog-Digital-Wandler sind besonders für die moderne Kommunikationstechnik und High-End-Messgeräte interessant, bei denen extrem hochfrequente Analogsignale in digitale Signale mit schneller Abtastrate umgewandelt werden können. Seit 2021 ist er zudem als Transferscout im Auftrag der garage33, dem Gründungszentrum der Universität Paderborn, an der Fakultät EIM aktiv. Liang Wu erhielt seinen Master-Abschluss (M.Sc., 2014) und Doktortitel (2021) an der Universität Paderborn. Von 2014 bis 2020 arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung für Schaltungstechnik an dem Heinz Nixdorf Institut (HNI). Seine Forschungsinteressen liegen im Bereich des Hochfrequenz- und breitbandiges IC-Design moderner ADC-Systeme mit SiGe BiCMOS Technologie vom Leibniz-Institut für innovative Mikroelektronik (IHP). Bei dieser Technologie handelt es sich um eine fortschrittliche Generation von SiGe-Heterojunction-Bipolartransistoren (SiGe HBT), die in komplexen BiCMOS-Technologien für Hochfrequenzanwendungen für den Einsatz in der drahtlosen und Breitbandkommunikation integriert sind. Seit 2020 arbeitet er in dem Start-up assemblean, eine Ausgründung des HNI der Universität Paderborn.

MAGAZIN „START-UP CAMPUS OWL“

Das Gründungsmagazin des Exzellenz Start-up Center.OWL

Die erste Ausgabe unseres Magazins „START-UP CAMPUS OWL: Das Gründungsmagazin des Exzellenz Start-up Center.OWL“ ist jüngst erschienen.

Gemeinsam haben wir als garage33, Gründungszentrum der Universität Paderborn, mit unseren Partnerhochschulen im ESC.OWL, der Fachhochschule Bielefeld mit dem Center for Entrepreneurship (CFE) und der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe (TH OWL), viele spannende Themen über unser Gründungsökosystem zusammengestellt: Wir berichten, was wir mit dem Exzellenz Start-up Center für Gründer:innen ermöglichen, über die Erfolge und über innovative Technologien und Produkte unserer Start-ups. Wir schreiben über unser Unternehmer:innen- und Business Angels Netzwerk, rufen aktuelle Themen wie Social-, Female-und Corporate Entrepreneurship auf den Plan, geben dir Leseempfehlungen sowie Tipps rund um das Thema Gründung mit an die Hand und werfen einen Blick in Richtung Start-up Campus OWL mit Maker Space, Eventspaces und genügend Raum für die Entwicklung weiterer innovativer Start-ups.

Mit dem Magazin zeigen wir in informativen Berichten und inspirierenden Interviews auf, wie viel Potenzial und Know-how in der Gründungsregion OWL steckt und mit wie viel Leidenschaft und Engagement all die Akteur:innen das Start-up Ökosystem weiter vorantreiben! Ein echtes Herzensprojekt!

Du kannst dir das Magazin direkt hier herunterladen und dir sogar eine Printversion nach Hause liefern lassen. Schau gleich mal rein, wir finden es lohnt sich!

Viel Spaß und Inspiration bei der Lektüre!

NEUE HEIMAT FÜR DIE START-UP-SZENE

Spatenstich für den Start-up Campus OWL

Mit einem symbolischen Spatenstich ist am Donnerstag, 3. Februar, der offizielle Startschuss für den Bau des Start-up Campus OWL mit dem Projekttitel „Akzelerator.OWL“ gefallen. Die hochmoderne Immobilie der Universität Paderborn auf dem ehemaligen Gelände der Barker Barracks soll der Start-up-Szene in Ostwestfalen-Lippe ein neues Zuhause werden. Auf rund 7.000 m² entstehen Arbeitsräume, ein Maker Space, Werkstätten, Co-Working-Flächen und eine Bürolandschaft für unser Team. Das mit rund 23 Millionen Euro vom Land geförderte Bauprojekt zielt auf die nachhaltige Stärkung der Gründungskultur in Paderborn und darüber hinaus ab. Stadt und Universität arbeiten bei dem REGIONALE 2022-Projekt Hand in Hand. Die Inbetriebnahme des Gebäudes ist für das kommende Jahr geplant.
 
Prof. Dr. Andreas Pinkwart, der als Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen an der Veranstaltung teilnahm, stellte die Bedeutung einer starken Start-up-Landschaft für die Region heraus: „Die Universität Paderborn gehört mit ihrem erfolgreichen Exzellenz Start-up Center schon heute zur Spitzengruppe der gründungsstarken Universitäten in Deutschland. Mit dem Akzelerator.OWL wird bald eine weitere Top-Adresse hinzukommen. Es liefert die ideale Infrastruktur, um junge Gründerinnen und Gründer auf ihrem Weg bestmöglich vorzubereiten und damit mehr erfolgreiche Hochschulausgründungen hervorzubringen. Mit diesem Gründergeist wird Paderborn seine Position als Leuchtturm des Start-up Ökosystems in Nordrhein-Westfalen weiter festigen.“
 
Universitätspräsidentin Prof. Dr. Birgitt Riegraf bekräftigt: „Die Kombination von Spitzenforschung, die Förderung von Start-ups und die enge Zusammenarbeit mit der Wirtschaft setzen regional und überregional Maßstäbe. Der Akzelerator ist nicht nur für die Universität, sondern auch für die gesamte Region OWL ein Vorzeigeprojekt. Ich freue mich sehr über diesen eindrucksvollen Erfolg, zu dem ich allen Beteiligten herzlich gratuliere.“
 
Auch Michael Dreier, Bürgermeister der Stadt Paderborn, ist stolz auf das Leuchtturmprojekt mit Strahlkraft: „Der Akzelerator ist die Initialzündung für die Entwicklung unseres neuen, innovativen Stadtteils. Damit zeigt unsere Stadt einmal mehr, wie wichtig ihr die ‚Start-up-Szene‘ für die Zukunft ist“, so Paderborns Bürgermeister. Die Zukunftsschmiede gebe dem Paderborner Zukunftsquartier an der Driburger Straße entscheidende Impulse und trage dazu bei, dass hier tatsächlich ein Stadtquartier von morgen entstehe.
 
Simone Probst, Vizepräsidentin der Universität Paderborn: „Wir haben uns ganz bewusst dazu entschieden, den Akzelerator auf den Konversionsflächen zu realisieren. Wir sind dankbar, so einen wichtigen Beitrag zur Stadtentwicklung leisten zu dürfen.“
 
„Wir freuen uns, dass wir für die Universität Paderborn hier ein echtes Leuchtturmprojekt umsetzen können“, betont René Konrad, Geschäftsführer des ausführenden Generalunternehmens LIST Bau Bielefeld. 

Start-ups, Forschende und Lehrende des TecUP sollen in dem Akzelerator künftig unter einem Dach zusammenarbeiten. Zudem werden Arbeitsflächen in Kooperation mit unserem Start-up-Inkubator garage33 geschaffen. Prof. Dr. Sebastian Vogt und Prof. Dr. Rüdiger Kabst, Geschäftsführer und wissenschaftlicher Leiter des TecUP, erläutern: „Als nächste Wachstumsstufe unseres Start-up-Inkubators garage33 legen wir mit dem Akzelerator.OWL heute den Grundstein für den Aufbau eines Start-up Campus OWL“, so Vogt. „Innovative Ausgründungen aus der Wissenschaft tragen signifikant zum Wirtschafts- und Beschäftigungswachstum in der Region und darüber hinaus bei. Mit dem Exzellenz Start-up Center.OWL und dem Akzelerator.OWL entsteht in Paderborn ein zukunftsweisendes Start-up Ökosystem“, ergänzt Kabst.

„Auf 54 Hektar entsteht hier mit dem Zukunftsquartier ein neues Stück Stadt in der Nähe von Dom und Universität. Die Ansiedlung des Akzelerators.OWL gibt einen herausragenden Entwicklungsimpuls und bietet Spielraum für die wachsende Universität und Gründungsszene in Paderborn. Ich freue mich, dass dieser beispielgebende Think Tank als Projekt der REGIONALE mit dem Spatenstich heute in die Umsetzung geht“, hebt Annette Nothnagel, Leiterin der REGIONALE 2022 bei der OWL GmbH hervor. Die OWL GmbH richtet das NRW-Strukturprogramm unter der Überschrift „UrbanLand“ aus. Ziel ist es, die Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse in Stadt und Land über innovative und modellhafte Projekte zu stärken. Um die Qualität der Vorhaben zu gewährleisten, durchlaufen Projektideen für Ostwestfalen-Lippe ein dreistufiges Qualifizierungsverfahren. Der Akzelerator.OWL ist eines von aktuell 44 REGIONALE-Projekten.

Wir sind gespannt auf die nächsten Schritte und blicken mit Freude in die Zukunft!

 

IMOGENT LEGT EXIT HIN

Die IMOGENT GmbH wird an einen der führenden Immobiliendienstleister verkauft

Im November wurde die IMOGENT GmbH, eine Ausgründung der Universität Paderborn, an die PlanetHome Group GmbH, einer der führenden Immobiliendienstleister in Deutschland und Österreich, verkauft. IMOGENT bietet Immobilienvermarktern wie Maklern, Bauträgern, Projektentwicklern oder Gewerbedienstleistern eine Plattform zur zentralen und effizienten Beschaffung externer Vermarktungsleistungen und -software. Zu den Leistungen zählen neben visuellen Leistungen wie der Fotografie, Grundrissaufbereitung und 3D-Renderings auch der Bezug von Behördenauskünften, Energieausweisen oder Objektbewertungen, wodurch Koordinationsaufwand reduziert und analoge Prozesse eliminiert werden können. Die beiden Gründer Robin Kroll und Peer Bausch sind Absolventen des Wirtschaftsingenieurwesens, Studienrichtung Maschinenbau, der Universität Paderborn mit Fokus auf Innovation Management, Entrepreneurship und Design of Mechatronic Systems.

Geschäftsidee entstand im Rahmen eines Hackathons in der garage33

Die Ursprungsidee des Vermarktungsservice auf einer Plattform entstand bereits 2018 im Rahmen eines durch die garage33, Gründungszentrum der Universität Paderborn, initiierten Hackathons, also einer kollaborativen Soft- und Hardwareentwicklungsveranstaltung, welche gemeinsam mit der Quanto AG durchgeführt wurde. Die beiden Teilnehmer Robin und Peer konnten mit ihrer Idee überzeugen und erhielten ein eigenes Büro bei uns. Hier wurden sie in jeder Phase ihrer Geschäftsentwicklung durch unseren Inkubator unterstützt. „Die Unterstützung durch die garage33 hat uns einen ersten wichtigen Anschub gegeben. Insbesondere haben wir vom Coaching und dem Netzwerk profitiert“, erklärt Robin. Mittlerweile ist IMOGENT zu einem 14-köpfigen Team – ab Januar 2022 sind sie zu sechzehnt – mit Sitz im Pioneers Club in Bielefeld herangewachsen. Wir gratulieren zum erfolgreichen Exit!

OWL START-UP PITCH 2021

Know-how, Kapital und Kontakte: „OWL Start-up Pitch“ bringt junge Gründer:innen mit Investor:innen aus der Region zusammen

Rückenwind fürs eigene Start-up: Beim diesjährigen „OWL Start-up Pitch“ haben wir gemeinsam mit der Sparkasse Paderborn-Detmold bereits zum siebten Mal Start-ups aus Ostwestfalen-Lippe mit hiesigen Investor:innen zusammengebracht. Sechs ausgewählte junge Gründer:innen-Teams hatten am 29. Oktober die Gelegenheit, ihre innovativen Geschäftsideen in fünfminütigen Präsentationen, sogenannten „Pitches“, vorzustellen, sich mit etablierten Unternehmer:innen sowie Kapitalgeber:innen aus der Region zu vernetzen und Investments anzubahnen. Erstmals als Hybridformat organisiert, verfolgten neben den Teilnehmer:innen vor Ort zahlreiche Zuschauende die Veranstaltung – live aus der Arena der garage33 übertragen – an ihren Bildschirmen zu Hause. Unsere beiden Moderatorinnen Carola Pense (Eventmanagerin der garage33) und Carla Duitmann (Netzwerkmanagerin der garage33) begrüßten gemeinsam mit Prof. Dr. Rüdiger Kabst (wissenschaftlicher Leiter des TecUP) und Hubert Böddeker (stellvertretender Vorsitzender der Sparkasse Paderborn-Detmold) das Publikum. In einer Talk-Runde zum Thema „Frühphasenfinanzierung für Start-ups“ sprachen Sebastian Siegbert, Mitgründer von VanSite, und Judith Mertens von der NRW.Bank über Finanzierungsstrategien für junge, innovative Unternehmen.

garage33 als Netzwerkpartner

Dann hieß es „Ring frei“ in der Arena der garage33 für die Unternehmenspräsentationen. In zwei Pitch-Runden gaben die Start-ups persomatch, mykori und assemblean sowie die Teams von  Chinchilla, Brandschutzzentrale und SaasMetrix alles, um die Zuschauer:innen von ihrer Idee zu überzeugen. Anschließend hatten die Teams je drei Minuten Zeit, sich den Fragen des Publikums vor Ort sowie des digital zugeschalteten zu stellen. Neben persönlichen Gesprächen bot die Veranstaltung den Gründer:innen vor allem die Möglichkeit, Investor:innen auf ihre innovativen Geschäftsideen aufmerksam zu machen und erfolgreiche neue Partnerschaften zu schließen. Die garage33 fungiert dabei als Netzwerkpartner und Koordinator.

Cargoboard erhält Qualitätslabel „Unternehmensgründung aus der Universität Paderborn“

Ein Start-up-Team erhielt darüber hinaus eine ganz besondere Auszeichnung: Prof. Dr. Rüdiger Kabst überreichte das Qualitätslabel „Unternehmensgründung aus der Universität Paderborn“ an die Cargoboard GmbH & Co. KG  Damit zeigt sich die Universität für das Engagement im Rahmen der Gründungsförderung sowie für das innovative Geschäftsmodell im Bereich Digitalisierung der Logistikbranche mit Vorbildfunktion gegenüber der Cargoboard GmbH & Co. KG erkenntlich. Lukas Petrasch, Richard Kleeschulte und David Port, Mitgründer des Unternehmens, nahmen den Preis stellvertretend für das Team entgegen. Artur Nachtigal, der vierte des Gründungsteams, verfolgte die Veranstaltung digital. „Ich freue mich sehr über die Auszeichnung – ein weiterer Meilenstein für uns. 2018 gab es genau hier, in der Arena der garage33, einen Corporate-Workshop mit der Cargoline. Die Fragestellung war, wie man den Speditions- und Logistikmarkt disruptieren kann. Wir haben unsere Idee vor der Cargoline erfolgreich gepitcht, ein eigenes Büro in der garage33 bekommen, erste Prototypentests gemacht, den ersten Umsatz generiert und schließlich 2019 ausgegründet. Cargoboard hat die B2B-Stückgutspedition digitalisiert. Seitdem sind wir rasant gewachsen. Mittlerweile besteht unser Team aus 32 Mitarbeitenden. Wir möchten etwas von dem, was wir hier an Unterstützung erhalten haben, wieder zurückgeben“, erklärt Richard Kleeschulte.

Beim „OWL Start-up Pitch 2021“ überreichte Prof. Dr. Rüdiger Kabst (vorne rechts), wissen-schaftlicher Leiter des TecUP, das Qualitätslabel „Unternehmensgründung aus der Universität Paderborn“ an die Cargoboard GmbH & Co. KG. Richard Kleeschulte, David Port und Lukas Petrasch (v. l.), Mitgründer des Unternehmens, nahmen den Preis stellvertretend für das 32-köpfige Team entgegen.

Beim „OWL Start-up Pitch 2021“ sprachen Sebastian Siegbert, Mitgründer von „VanSite“ (Mit-te) und Judith Mertens von der NRW.Bank (links) über Finanzierungsstrategien für junge, innovative Unternehmen. Carla Duitmann (links), Netzwerkmanagerin der garage33, und Carola Pense, Eventmanagerin der garage33, führten durch den Abend.