Einträge von Vanessa

VIDEOINTERVIEW MIT MLADEN VON UNCHAINED ROBOTICS

„Mit den Gedanken hier und den Füßen ganz wo anders.“

Ein Kind der garage33 – so nennt Gründer Mladen Milicevic sich selbst. Denn er war von Anfang an dabei, als hier alles begann. Doch wie kam es eigentlich zu Unchained Robotics?

„Langfristig, das sagt der Name schon – Unchained Robotics – möchten [wir] die industrielle Automatisierung von ihren starren Strukturen befreien.“ Mladen Milicevic erzählt im Video, wie er und seine Mitgründer die Idee zu ihrem Start-up Unchained Robotics entwickelt haben, welche Erfolge sie schon erreicht haben und wo die Reise noch hingehen soll.

Unchained Robotics Logo

„Natürlich geht es in die große weite Welt, aber mit dem Headquarter in Paderborn. Das heißt mit den Gedanken hier und den Füßen ganz wo anders.“

CARGOBOARD AUF ERFOLGSKURS #tecuptalk

(© Cargoboard)

Ein Interview mit Gründer Richard Kleeschulte

Vor etwa zwei Jahren nahmen Richard Kleeschulte und seine drei Mitstreiter Artur Nachtigal, Lukas Petrasch und David Port am Disrupt Workshop mit der CargoLine beim TecUP in der garage33 teil. Mit dem Ziel, ein digitales Geschäftsmodell für die Logistikbranche der Zukunft zu entwickeln, haben Sie eine digitale Plattform für Stückguttransporte aufgebaut. Heute – zwei Jahre später – sitzt das mittlerweile dreizehnköpfige Team bereits im eigenen Büro und blickt auf ein enorm erfolgreiches, erstes Geschäftsjahr zurück. Wir haben mit Richard Kleeschulte gesprochen, um zu erfahren, was seit dem Beginn in der garage33 passiert ist.

Richard, du bist Teil des Start-ups Cargoboard. Erzähl doch einfach mal: Wer seid ihr? Was genau macht ihr?

Cargoboard ist im Grunde eine digitale Spedition. Wir sind hier in der garage33 entstanden und haben am 1. April letzten Jahres gegründet. Cargoboard stellt gewerblichen Versendern eine Plattform zur Verfügung, über die Stückguttransporte angefragt und gebucht werden können. Wir agieren nicht aus der Position eines Vermittlers oder eines Preisvergleichs-Portals, sondern als Erstspediteur und Vertragspartner. Somit übernehmen wir den kompletten Service und unterstützen unsere Kunden weit über den Buchungsprozess hinaus. Durch diese Nähe zum Kunden können wir unsere internen Prozesse immer weiter verbessern, was letztlich unseren Kunden zu Gute kommt.

Du hast erzählt, dass ihr Cargoboard mit vier Co-Foundern gegründet habt und mittlerweile ein dreizehnköpfiges Team seid. Was würdest sagen, zeichnet euer Team aus?

Ich glaube, was unser Team am meisten auszeichnet, ist, dass wir einen tollen Teamspirit haben und alle an einem Strang ziehen. Das heißt, dass sich alle zu 100% mit Cargoboard identifizieren und sich für jeden Kunden maximal ins Zeug legen. Das zahlt sich am Ende natürlich aus.

Wie kam es zu der Idee, Cargoboard zu gründen? Und welche Rolle hat die garage33 bzw. TecUP für euch gespielt?

Ausgangspunkt für die Idee zu Cargoboard war letztlich ein Corporate Workshop mit der CargoLine, einem Verbund mittelständischer Speditionsunternehmen, im Sommer 2018 hier in der garage33. Die Ausgangsfragestellung war: „Wie sieht Logistik, Spedition, Transport von morgen aus?“ und „Was könnten hier für digitale Geschäftsmodelle entwickelt werden?“. In diesem zweitägigen Workshop ist die Idee zu Cargoboard entstanden. In der Vergangenheit musste man als Kunde bei einer lokalen Spedition Preise mithilfe verschiedener Preistabellen zusammenrechnen. Wir haben uns dann überlegt, einen Preisrechner zu schaffen, über den Gewerbetreibende Sendungen anfragen können. Im Laufe der Entwicklung hat sich dann immer mehr herauskristallisiert, dass die reine Preisermittlung zwar wichtig ist, aber dass es da nicht aufhört und wir eigentlich den kompletten Prozess digitalisieren sollten. Besonders wichtig ist uns der Kundenfokus. Wir versuchen immer, das Versanderlebnis und den Bestellprozess noch einfacher, noch intuitiver zu gestalten und einen besseren Kundenservice zu bieten.

Innerhalb von einem Jahr ist bei euch sehr viel passiert. Welche Erfolge, welche Meilensteine konntet ihr bereits verbuchen?

Wir haben innerhalb der ersten 9 Monate nach der Gründung einen siebenstelligen Umsatz erzielt. In diesem Jahr werden wir einen mittleren bis hohen siebenstelligen Umsatz fahren. Auch bei den Kundenzahlen haben wir gerade einen neuen Rekord geknackt mit über 7000 registrierten Kunden. Was uns auch sehr freut ist, dass wir insgesamt schon über 500 Online-Bewertungen haben und mit 4,9 Sternen, die am besten bewertete Spedition in Deutschland sind.

Hat sich seit der Ausgründung für euch etwas verändert – als Team, als Unternehmen -im Vergleich zu eurer Anfangszeit hier beim TecUP?

Es kommen täglich neue Aufgaben hinzu. Wir waren am Anfang schon fünf Leute und mussten uns erstmal einfinden und schauen wie zum Beispiel der Service abgewickelt wird. Dann galt es die Aufgaben abzugeben und ein Team aufzubauen und einzuarbeiten. Mit steigender Teamgröße sinkt zwar der Arbeitsaufwand im Tagesgeschäft allerdings erhöht sich der administrative Aufwand. Die Zeit in der garage33 war sehr geprägt vom Prinzip „entwickeln, testen, ausprobieren“. Das können wir jetzt nicht mehr in der Intensität. Unser Büro hilft uns, uns noch mehr auf unser Business zu konzentrieren, dafür fehlt aber manchmal der Austausch an der Kaffeemaschine mit anderen Gründern und Gründerinnen.

Gibt es irgendeinen schönen oder erfolgreichen Moment, der euch besonders im Gedächtnis geblieben ist?

Ein echtes Highlight war auf jeden Fall der Einzug ins eigene Büro. Einfach, weil wir uns dort super wohl fühlen und die Aussicht auf den Marienplatz einmalig ist. Dann gibt es natürlich auch einige Meilensteine, die wir uns vorher gesetzt haben, wie zum Beispiel der erste Tag mit 100 Aufträgen. Aber auch einige unserer ersten Sendungen sind uns noch sehr in Erinnerung geblieben. Ich denke da an eine Sendung, die in der Sylter Fußgängerzone abgeholt werden musste. Da ging alles schief, was nur schief gehen konnte. Aber am Ende hatten wir eine zufriedene Kundin und unsere erste positive Rezension.

Ihr seid ja Tochter der CargoLine – Wie profitiert ihr von den Erfahrungen der CargoLine und wie profitiert die CargoLine von euch?

Die CargoLiner sind Profis in ihrem Bereich und haben ein großes und etabliertes Stückgutnetzwerk, welches als eines der besten in Deutschland gilt. Es ist auf jeden Fall von Vorteil, ein namenhaftes Logistik-Netzwerk hinter sich zu haben, das eine sehr gute Qualität liefern kann. Das ist für uns ein sehr wichtiger Wachstumsfaktor. Auf der anderen Seite profitiert die CargoLine auch von uns. Mit Cargoboard hat die CargoLine ein Start-up an der Seite, das komplett digital aufgestellt ist. Insbesondere im Bereich der digitalen Prozesse oder dem Online-Marketing kann die CargoLine von unseren Erfahrungen profitieren.

Und welche kurzfristigen Ziele verfolgt ihr mit dem Team momentan?

Wir wollen in diesem Jahr vor allem noch die ersten Schritte in der Internationalisierung gehen. Auch wenn der deutsche Logistikmarkt im Stückgut riesig ist und wir diesen lange noch nicht abschöpfen, erhoffen wir uns durch die Internationalisierung zusätzliche Netzwerkeffekte. Außerdem möchten wir unsere Plattform noch offener gestalten. Es gibt zum Beispiel mittlerweile auch mehrere Schnittstellen zu unserer Plattform und wir überlegen jetzt, wie wir diese sinnvoll für unsere Kunden einsetzen können. Im Fokus stehen hier vor allem Online-Shop Betreiber.

Wollt ihr denn langfristig mit eurem Headquarter in Paderborn bleiben oder überlegt ihr noch andere Standorte aufzubauen?

Ob wir noch andere Standorte aufbauen, müssen wir im Zuge der Internationalisierung prüfen. Zunächst versuchen wir aber erstmal noch aus Paderborn zu managen, da gibt es ja auch mittlerweile viele Möglichkeiten. Wir sind mit unserem Hauptstandort hier sehr zufrieden und planen nicht, diesen zu verlegen.

Vielen Dank für das Gespräch, Richard.

GRÜNDERSTIPENDIUM NRW

Neue Stipendiaten bei TecUP

Im Rahmen des Gründerstipendium.NRW fand vergangene Woche wieder eine Jurysitzung statt. Alle 1 bis 2 Monate stellen sich hier Gründerinnen und Gründer vor, die mit ihrem Gründungsvorhaben noch am Anfang stehen. Die Gründerteams bekommen innerhalb eines Jahres maximal 36.000 € ausgezahlt – 12.000 € pro Person.

Diesmal wurde für zwei neue Teams eine Förderempfehlung ausgesprochen: Das Team Snoozed und das Team A\\Ware haben es durch die Jurysitzung geschafft und dürfen in die garage33 einziehen. Die Gründer von Snoozed haben eine Idee über eine Kapsel für Power-Naps entwickelt, die für Unternehmen zur Verfügung gestellt werden sollen. A\\Ware möchte eine intelligente und datenschutzkonforme Sprachassistenz ausbauen. Beide Ideen konnten bei der Jurysitzung überzeugen!

Wir freuen uns auf euren Einzug in der garage33.

Team AWARE

SIEGER CALL FOR IDEAS 2020

Erstes digitales Finale ein voller Erfolg!

Am Mittwoch, 24. Juni, fand das erste digitale Finale des ostwestfälischen Ideenwettbewerbs „Call for Ideas“ statt, das live aus der garage33 übertragen wurde. Das Technologietransfer- und Existenzgründungs-Center der Universität Paderborn (TecUP) und die VerbundVolksbank OWL eG luden Interessierte ein, online an der Veranstaltung teilzunehmen. Vor Ort war in diesem Jahr nur ein kleines Team: die Experten-Jury, zwei Moderatorinnen, Prof. Dr. Rüdiger Kabst, wissenschaftlicher Leiter des TecUP und Lehrstuhlinhaber International Business der Universität Paderborn, Karl-Heinz Rawert, Vorstandsmitglied der VerbundVolksbank OWL eG, sowie ein Organisations- und Technikteam. Die Finalist*innen wurden live über die Videoplattform Zoom dazu geschaltet. Rund 100 Zuschauer*innen verfolgten die Veranstaltung an ihren Bildschirmen von zu Hause aus.

Im Finale kämpften acht Teams mit ihren fünfminütigen Ideenpräsentationen um die besten Platzierungen. „Ich bin hochbegeistert von der Qualität der Ideen, die dieses Jahr im Finale präsentiert wurden. Das digitale Format hat mir sehr gut gefallen, selbst vom anschließenden digitalen Netzwerken war ich positiv überrascht“, so Prof. Sebastian Vogt, Geschäftsführer des TecUP.

Die Jurymitglieder Lilian Izsak (Innovationslabor OWL), Reinhard Rabenstein (ehem. CTO Diebold Nixdorf), Boris Langerbein (CEO der INTILION HUB GmbH und Head of Collaboration & Cooperation der INTILION GmbH), Hendrik Silva Bellorin (Unternehmenskundenberater VerbundVolksbank OWL eG) und Dr. Thomas Reiher (Director Generative Design Simufact Engineering GmbH) kürten schließlich „Fern.Licht“ zum Sieger des „Call for Ideas 2020“. Mit einer Idee zur Digitalisierung von Baustellenwarnleuchten konnten sich Boris Bücker, Denis Breucker und Jürgen Fitz gegenüber der Konkurrenz durchsetzen und sich den ersten Platz sowie 1.500 Euro Preisgeld sichern. Den zweiten Platz belegten Franziska Gottwald und Lia-Sophie Krüger mit ihrer Idee „Digimenz“, einem Programm, in dem Demenzerkrankte spielerisch mit Gedächtnistraining Daten zu ihrem Krankheitsverlauf generieren, die automatisch analysiert und Neurologen zur Verfügung gestellt werden. Mit ihrer Idee eines nachhaltigen, essbaren Kaffeebechers konnten auch Lara Wagemann und Sarah Theresa Schulte die Jury überzeugen. Sie belegten mit „LaSaRa“ den dritten Platz.

Neben dem Preisgeld bietet sich den Finalist*innen vor allem die Möglichkeit, ihre jeweilige Businessidee als Gründer*innen mit der Unterstützung von TecUP und der VerbundVolksbank OWL in die Tat umzusetzen. Für eine erste Finanzierungshilfe zur Unternehmensgründung bietet TecUP als akkreditierter Netzwerkpartner u. a. Hilfestellung bei der Beantragung und Vergabe des „Gründerstipendium.NRW“ an. Gründer*innen können mit monatlich 1.000 Euro bis zu einem Jahr lang gefördert werden. Das Land Nordrhein-Westfalen will jungen Unternehmen so den Rücken freihalten, damit sie sich auf ihre innovative Geschäftsidee konzentrieren können.

1. Platz CFI 2020 - FernLicht
1. Platz: Fern.Licht

2. Platz CFI 2020 - Digimenz
2. Platz: Digimenz

´3. Platz CFI 2020 LaSara
3. Platz: LaSara

CALL FOR IDEAS FINALE – WIR SIND BEREIT

Hier gibt’s die letzten Infos für unser digitales Finale

In einer Woche ist es soweit: Wir veranstalten gemeinsam mit der VerbundVolksbankOWL das CALL FOR IDEAS Finale live aus der garage33. Am 24. Juni 2020 um 18 Uhr sind Interessierte dazu eingeladen, am ersten digitalen Finale des OWL-weiten Ideenwettbewerbes teilzunehmen. Die Pitches sind aufgezeichnet, die Finalist*innen startklar und so auch die Jury. Diese stellen wir dir auf diesem Wege einmal vor.

Lilian Izsak

Lilian Izsak, Projektmitarbeiterin InnovationslaborOWL bei TecUP, vertritt als Teil von TecUP unsere Jury beim CALL FOR IDEAS Finale. Nachdem sie in den letzten Jahren bereits im Publikum saß, freut sie sich darauf, dieses Jahr selbst mitzuentscheiden, wer das Rennen macht. So viel steht für Lili fest: Es wird ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen.

CFI Jury Lili

CFI Jury Boris Langerbein

Boris Langerbein

Boris Langerbein, CEO der INTILION HUB GmbH + Head of Collaboration & Cooperation der INTILION GmbH, legt Wert auf Nachhaltigkeit. Jungen Teams möchte er folgende 3 Leitsätze mit auf den Weg geben: „Nur wer einen relevanten Mehrwert generiert wird auch einen auskömmlichen Gegenwert dafür bekommen. Nur wenn wir achtsam mit unserer Umwelt umgehen erhalten wir unsere Existenzgrundlage. Nur eine gesunde Gemeinschaft ermöglicht ein erfülltes Individuum.”

Reinhard Rabenstein

Reinhard Rabenstein, ehemaliger CTO bei Diebold Nixdorf und Teil des Business Angel Netzwerks, hat die gesamte Geschichte von der Nixdorf Computer AG bis zum heutigen Diebold Nixdorf als bedeutender Teil des Unternehmens miterlebt. Mittlerweile ist er aktiver Business Angel in unserem Netzwerk und gibt so seine langjährige Erfahrung an junge Start-up-Teams weiter.

CFI Jury Reinhard Rabenstein

CFI Jury Hendrik Silva Bellorin

Hendrik Silva Bellorin

Hendrik Silva Bellorin, Unternehmenskundenberater der VerbundVolksbank, engagiert sich im Kompetenzteam digitale Wirtschaft und Start-ups der VerbundVolksbank, um Mittelständler an die Digitalisierung heranzuführen, aber auch Start-ups bei ihrer Ideenumsetzung zu unterstützen. Dabei zählt für ihn der innovative sowie wirtschaftliche Kontext der Ideen sowie der Mut der Gründer*innen, die eigene Idee voranzutreiben und Feedback anzunehmen.

Thomas Reiher

Thomas Reiher, Gründer und Geschäftsführer von AMendate – heute: Director Generative Design Simufact Engineering GmbH, gründete 2018/19 mit seinem Team das Start-up AMendate. Nach seiner Zeit in der garage33 und dem erfolgreichen Verkauf des Start-ups an das schwedische Unternehmen Hexagon, hat er heute den Posten des Director of Generative Design der Simufact Engineering GmbH und ist damit noch immer in nächster Nähe der garage33 angesiedelt. Was er potenziellen Gründer*innen noch mit auf den Weg geben möchte: „Einfach machen! Gründen macht Spaß, wenn man mit Herzblut dabei ist und Vollgas gibt!”

CFI Jury Thomas Reiher