Erfolgreiche Ausgründung der Universität Paderborn erhält Investment

2021 ist in der garage33 der Startschuss für das Start-up Widgetbook gefallen. Ziel der drei Gründer Jens Horstmann, Julius Michel und Lucas Josefiak, alle Absolventen der Universität Paderborn, ist es, mit ihrem Start-up die Effizienz zwischen Designer:innen und Entwickler:innen mithilfe der Open Source basierten Software-as-a-Service (SaaS) Plattform Widgetbook zu steigern. Im Januar 2022 gründeten die drei schließlich ihr Unternehmen. Nun können sie einen großen Erfolg verbuchen: Die Ausgründung der Universität Paderborn hat den europäischen Venture Capital Investor Peak für ihre Pre-Seed Finanzierungsrunde gewonnen, der sich durch SaaS Expertise auszeichnet und in Deutschland u.a. in die Unternehmen Hygraph, Circula und Seatti investiert hat. Weiterhin zeigten mehrere erfahrene Business Angels Interesse, sodass der Gesellschafterkreis mit Emma Tracey, Jag Singh mit Angel Invest, Paul Hofmann mit Expedite Ventures, Jakob Rehermann, Johannis Hatt, Kajetan Uhlig, Philip Petersen und Tim Seithe erweitert wurde. Ziel der Finanzierungsrunde ist die Weiterentwicklung von Widgetbook für das Framework Flutter.

Die Lücke zwischen Design und Code schließen

Frontendentwicklung ist durch die Kollaboration von UI/UX Designer:innen und Frontend-entwickler:innen geprägt. Dabei ist die Zusammenarbeit durch zahlreiche Medienbrüche gestört, da Designer:innen und Entwickler:innen in unterschiedlicher Software arbeiten. Widgetbook ist eine Kollaborationsplattform für Frontend Teams, die Designer:innen und Entwickler:innen auf eine Plattform bringt und dadurch die Zusammenarbeit vereinfacht. Insbesondere bei Review Prozessen wird die Zusammenarbeit signifikant beschleunigt. Das von Google gestützte Cross-Plattform-Framework Flutter ist das populärste seiner Art. Es erlaubt Entwickler:innen, mit einer Code Basis für iOS und Android Software zu entwickeln. Widgetbook möchte mit seiner Kollaborationsplattform wichtige Infrastruktur für Unternehmen schaffen, die ihre Softwareprodukte in Flutter implementieren. Es beschleunigt und vereinfacht die Kollaboration in Software Teams. Es wird täglich von UI/UX Designer:innen und Entwickler:innen genutzt, um zu gewährleisten, dass UI-Designs fehlerfrei implementiert werden. Was derzeit in Dutzenden von Slack-Nachrichten, Screenshots, E-Mails und synchronen Meetings abgebildet wird, dauert mit Widgetbook nur einen Mausklick. Basierend auf dem gleichnamigen Open Source Package wird Widgetbook Cloud als Software-as-a-Service Lösung monetarisiert.

„Sehr gutes UI/UX Design gewinnt immer mehr an Relevanz in der Softwareentwicklung. Trotzdem ist es für Product Teams heute noch schwierig dieser Erwartung gerecht zu werden. Es mangelt dabei nicht an kompetenten Designern oder Entwicklern, sondern an ihrer Zusammenarbeit. Wir sind daher sehr froh Product Teams weltweit dabei unterstützen zu dürfen, bessere Software schneller entwickeln zu können“, so Lucas, CEO und Co-Founder von Widgetbook.

Mit ihrer Geschäftsidee wandten sich die drei Gründer an die garage33, besuchten Lehrveranstaltungen zu den Themen „Entrepreneurship“ und „Innovation“ und erhielten vielseitige Unterstützung, beispielsweise durch Gründungscoachings, einem eigenen Büro oder bei der Antragsstellung des EXIST-Gründerstipendiums vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz.

Unterstützung für Paderborner Start-ups

Damit aus einer innovativen Idee ein Unternehmen entstehen kann, benötigen junge Start-ups die richtigen Kontakte und häufig auch Kapital in Form eines Investments. Dazu haben wir gemeinsam mit der Sparkasse Paderborn-Detmold, beim „OWL Start-up Pitch 2022“ bereits zum achten Mal Gründer:innen aus der Region mit Investor:innen zusammengebracht.

Am Freitag, 21. Oktober 2022, hatten fünf ausgewählte Gründer:innen-Teams die Gelegenheit, ihre innovativen Geschäftsideen vorzustellen, sich mit etablierten Unternehmer:innen sowie Kapitalgeber:innen zu vernetzen und Investments anzubahnen. Neu in diesem Jahr war die Öffnung der Veranstaltung auch für überregionale Geldgeber:innen, was deutschlandweit Anklang fand. Wie bereits im letzten Jahr wurde die Veranstaltung im Hybridformat organisiert. Neben den Teilnehmenden vor Ort konnten geladene Interessierte eine Liveübertragung aus der garage33 ortsunabhängig verfolgen.

Stärkung des Netzwerks als Ziel des Abends

Die beiden Moderatorinnen Carola Pense (Eventmanagerin der garage33) und Catharina Vonnahme (Netzwerkmanagerin der garage33) begrüßten gemeinsam mit Prof. Dr. Rüdiger Kabst (wissenschaftlicher Leiter des TecUP) und Hubert Böddeker (stellvertretender Vorsitzender der Sparkasse Paderborn-Detmold) das Publikum. Rüdiger Kabst stellte dabei besonders die Bedeutung der Vernetzung in den Vordergrund: „Veranstaltungen wie diese sind eine hervorragende Gelegenheit, das persönliche Netzwerk zu stärken und zu vergrößern. Jeder und jede der hier Anwesenden kann heute Abend neue wertvolle Kontakte knüpfen.“ Von Beginn an ist die Sparkasse Paderborn-Detmold Netzwerkpartner der garage33. „In der letzten Dekade hat sich die Gründerszenerie in OWL deutlich entwickelt. Die Sparkasse Paderborn-Detmold hat sich in vielfältiger Weise eingebracht, um die Dynamik dieser zukunftsweisenden Entwicklung zu erhöhen. All das machen wir aus tiefster Überzeugung, die regionale Entwicklung OWLs nachhaltig voranzubringen. Hierfür ist auch der OWL Start-up Pitch ein großartiges Werkzeug“, so Hubert Böddeker.

OWL Start-up Pitch 2022
OWL Start-up Pitch 2022

In einer anschließenden Talk-Runde berichteten Dr. Ulrich Jahnke („Additive Marking“), Reinhard Rabenstein („HAVER Business Angel Gruppe“ und ehemaliger CTO bei „Diebold Nixdorf“) und Marcel Rösner („Archimedes New Ventures“) von ihren gemeinsamen Finanzierungsrunden. Sowohl „Archimedes New Ventures“ als auch die „HAVER“-Gruppe erkannten das große Marktpotenzial von „Additive Marking“ und glauben an das zukunftsträchtige Geschäftsmodell des jungen Unternehmens.

Angespornt von dieser Erfolgsgeschichte war es nun an den diesjährigen Teams, die anwesenden Investor:innen von sich zu überzeugen. In zwei Runden hatten die Start-ups „Excellence Coatings“, „LiWAVE“ und „Azernis“ sowie die Teams von „FINDIQ“ und
„insightsON“ jeweils fünf Minuten Zeit, sich zu präsentieren. Anschließend hatten die anwesenden Zuschauer:innen drei Minuten, ihre Fragen an die Teams zu stellen. Bei der Vorbereitung auf den Abend wurden die Teams in diesem Jahr von den Branchengrößen „Ventury Analytics“ sowie „Earlybird Ventures“ unterstützt.

OWL Start-up Pitch 2022

Auszeichnung der Top Investoren

Ebenfalls neu war in diesem Jahr die Auszeichnung der „garage33 Top Investor:innen“. Die Ehrung wurde an Business Angels und Venture Capital Investor:innen verliehen, die im letzten Jahr in Teams aus der garage33 investiert haben – insgesamt gingen rund 10 Millionen Euro an Förderungen an Teams aus der garage33.

Ausgezeichnet wurden die Business Angels der HAVER-Gruppe, Robert Sure, Daniel Thome und Alf Arnold, sowie die Venture Capital Investoren „Born2grow“, „Capnamic“ und „Mücke Roth & Company“.

Die Sieger des ostwestfälischen Ideenwettbewerbs stehen fest

Am Montag, 20. Juni, hat das Finale des ostwestfälischen Ideenwettbewerbs „Call for Ideas“ stattgefunden. Bereits zum achten Mal haben wir uns in Kooperation mit der VerbundVolksbank OWL eG, dem Center for Entrepreneurship (CFE) der Fachhochschule Bielefeld (FH Bielefeld), sowie der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe (TH OWL) auf die Suche nach innovativen Geschäftsideen begeben. Neue Kooperationspartnerin ist die TH OWL – somit sind alle drei Hochschulen des Exzellenz Start-up Center.OWL erstmalig an dem Ideenwettbewerb beteiligt. In alter Manier konnte das diesjährige Finale nach zwei Jahren im digitalen Format wieder vor Ort im VolksbankForum am Neuen Platz 1 in Paderborn ausgetragen werden. Einhundert Gäste genossen einen gelungenen Abend mit spannenden Präsentationen, sogenannten „Pitches“, Feedback-Sessions der Jury und der Möglichkeit, sich in lockerer Atmosphäre auszutauschen.

Aus unzähligen Bewerbungen wurden acht Teams für das Finale ausgewählt. Diese wurden dann mit tatkräftiger Unterstützung der Coaches des Gründungszentrums auf den großen Auftritt vorbereitet. Ansgar Käter, Vorstandsvorsitzender der VerbundVolksbank OWL, sowie Prof. Dr. Rüdiger Kabst, wissenschaftlicher Leiter des TecUP, begrüßten das zahlreich erschienene Publikum sowie die sechsköpfige, hochkarätige Experten-Jury zum Finale des diesjährigen Ideenwettbewerbs.

„Wir dürfen uns heute auf die Finalist:innen des Ideenwettbewerbs freuen. Hier stehen junge Menschen aus ganz OWL voller Mut, Begeisterung und Vision auf der Bühne, die dem Auditorium ihre Ideen präsentieren. Aus vielen der Finalist:innen der vergangenen CALL FOR IDEAS, ob Preisträger:innen oder nicht, sind im Zeitverlauf erfolgreiche Gründer:innen erwachsen. Auch den diesjährigen Finalist:innen drücken wir die Daumen und unterstützen sie gerne in der Umsetzung“, so Rüdiger Kabst.

Unsere beiden Organisatorinnen Carola Pense (Eventmanagerin der garage33) und Katharina Guth (Gründungscoach der garage33) führten durch den Abend. Nacheinander präsentierten die jungen Innovator:innen von Equesto, EscrowTrade, LoPo online, NexTTickets, Palprint, ReFi, UFUNDI sowie Valetudoo ihre Ideen in fünfminütigen Pitches und begeisterten Jury und Publikum gleichermaßen.

Mit einer Idee zur Absicherung von Ticketkäufen zum ersten Platz

Die Jurymitglieder Lena Hartmann, Leiterin des Kompetenzfeldes „Digitale Wirtschaft und Start-ups“ bei der VerbundVolksbank OWL, Benedikt Goeken, Geschäftsführer der Goeken backen GmbH & Co. KG, Tristan Niewöhner, Gründer und Geschäftsführer der persomatch GmbH, Dani König, Mitgründerin und Geschäftsführerin des Start-ups chinkilla, Dr. Elke Radeke, Mitgründerin und Vorstandsmitglied der INCONY AG, sowie Reinhard Rabenstein, ehemaliger CTO der Diebold Nixdorf Holding Germany Inc. & Co. KGaA kürten „NexTTickets“ zum Sieger des Call for Ideas 2022. Mit einer Idee zu einer blockchainbasierten Plattform, die den Kauf und Verkauf von Eventtickets sicherer, interaktiver und dezentraler machen soll, konnten sich Jan Gröpper und Jona Hauch gegenüber der Konkurrenz durchsetzen und sich den auf 1.500 Euro dotierten Preis sichern. Den zweiten Platz belegten Paul Johann Linder, Andreas Ribul-Olzer und Sebastian Frücht. Mit „Palprint“ soll der Verpackungskreislauf mit Hilfe des 3D-Druckverfahrens neugestaltet werden. Auch eine Idee für die nächste Generation des Käuferschutzes, eine Art Paypal für Kryptowährung, konnte die Jury überzeugen. Und so belegte Robin Rust mit „EscrowTrade“ den dritten Platz.

„Der Preisträger des 1. Platzes, Jan Gröpper, hat sich einer Thematik gewidmet, die sicherlich die meisten unter uns und auch ich persönlich schon einmal erlebt haben – Ticket-Falschkäufe. Die Lösung des Problems könnte durch die blockchainbasierte Technologie von NexTTickets zukünftig sehr elegant gelöst werden“, so Ansgar Käter.

Foto (Dietmar Flach): Ansgar Käter, Vorstandsvorsitzender der VerbundVolksbank OWL (links) und Prof. Dr. Rüdiger Kabst (rechts), wissenschaftlicher Leiter des Technologietransfer- und Existenzgründungs-Center der Universität Paderborn, mit dem Preisträger des 1. Platzes, Jan Gröpper von „NexTTickets“.
Foto (Dietmar Flach): Ansgar Käter, Vorstandsvorsitzender der VerbundVolksbank OWL (links) und Prof. Dr. Rüdiger Kabst (rechts), wissenschaftlicher Leiter des TecUP, mit den Preisträgern des 2. Platzes, Sebastian Frücht, Paul Johann Linder und Andreas Ribul-Olzer von „Palprint“.
Foto (Dietmar Flach): Ansgar Käter, Vorstandsvorsitzender der VerbundVolksbank OWL (links) und Prof. Dr. Rüdiger Kabst (rechts), wissenschaftlicher Leiter des TecUP, mit dem Preisträger des 3. Platzes, Robin Rust von „EscrowTrade“.
Unterstützung bei der Unternehmensgründung

Neben dem Preisgeld bietet sich den Finalist:innen vor allem die Möglichkeit, ihre jeweilige Businessidee als Gründer:innen mit der Unterstützung der garage33, des CFE, der TH OWL sowie der VerbundVolksbank OWL auch in die Tat umzusetzen. Für eine erste Finanzierungshilfe zur Unternehmensgründung unterstützt die garage33 als akkreditierter Netzwerkpartner unter anderem bei der Beantragung und Vergabe des „Gründerstipendium NRW“. Gründer:innen können mit monatlich 1.000 Euro bis zu ein Jahr lang gefördert werden. Das Land Nordrhein-Westfalen will jungen Unternehmer:innen so den Rücken freihalten, damit sie sich auf ihre innovative Geschäftsidee konzentrieren können.

Die beiden Organisatorinnen Carola Pense (Eventmanagerin der garage33) und Katharina Guth (Gründungscoach der garage33) führten durch den Abend.
Neben dem Preisgeld bietet sich den Finalist:innen vor allem die Möglichkeit, ihre jeweilige Businessidee als Gründer:innen mit der Unterstützung der garage33, des CFE, der TH OWL sowie der VerbundVolksbank OWL auch in die Tat umzusetzen.
Die Jury des CFI 2022

Start-ups der Universität Paderborn erhalten drei von vier Auszeichnungen

Am vergangenen Montagabend, den 20. Juni, gingen gleich drei Start-up-Teams der garage33 als Gewinner des Businessplan-Wettbewerbs startklar OWL 2022 der OstWestfalenLippe GmbH hervor. Die Hochschulausgründungen assemblean, Cellgo und Steets konnten in den drei Kategorien „Hightech und Forschung“, „Industrie, Handwerk und Dienstleistungen“ sowie „Zukunft und Gesellschaft“ überzeugen und erhielten jeweils ein Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro. Gesamtsieger des Wettbewerbs ist ein Start-up aus Minden. „LiWave“ hat einen nachhaltigen Reiserucksack entwickelt, in dem Kleidungsstücke wie in einem mobilen Schrank geordnet bleiben. Dafür erhielten die Gründer ein Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro.

Hochkarätige Geschäftskonzepte aus der Universität Paderborn überzeugen

Der Preis in der Kategorie „Hightech und Forschung“ ging an Xiaojun Yang, Alexander Pöhler, Liang Wu und Markus Dalecki von „assemblean“ für eine Software, mit der Maschinen und Anlagen dezentral gesteuert werden können. Mit „assemblean“ soll eine vollständige Auslastung von Produktionsanlagen erreicht werden. Vorhandene und gering ausgelastete Anlagen sollen genutzt und die dortigen freien Kapazitäten anderen Unternehmen zur Verfügung gestellt werden. Dafür hat das Team eine digitale Plattform entwickelt, auf der alle Arten von Produktionsdienstleistungen angeboten werden. Der Startschuss für „assemblean“ fiel während Yangs und Pöhlers Forschungsarbeiten zu dezentralen Produktionssteuerungen in der Fachgruppe „Produktentstehung“ unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Iris Gräßler am Paderborner Heinz Nixdorf Institut. In der Kategorie „Industrie, Handwerk und Dienstleistungen“ überzeugten Malik Hafez, Christoph Dreesbach und Lukas Puls von „Cellgo“ die Jury mit einem robotergestützten modularen Behältersystem, mit dem Unternehmen ihre Lagerlogistik platzsparend optimieren können. Lagerautomatisierung wird somit einfach, flexibel und skalierbar gestaltet. Zu den Anwendungsbereichen zählen Onlineshops, Lagerdienstleister und Produktionsbetriebe. Das System basiert auf einem einfachen Baukastenprinzip aus drei Komponenten. Dadurch können sowohl kleine Lager für einfache Anwendungsfälle als auch große Lager mit individuellen Anforderungen umgesetzt werden. Die drei Gründer von „Steets“, Philipp Battisti, Thorben Engel und Phil Janßen, wurden mit dem Preis in der Kategorie „Zukunft und Gesellschaft“ für eine intelligente Halterung ausgezeichnet, die Gehstützen vor dem Umfallen bewahrt und damit eine sichere Mobilität gewährleistet. Ein innovatives und weltweit einzigartiges Zusatzmodul für Unterarmgehstützen soll den Anwender:innen ermöglichen, die Gehhilfe dank eines alltagstauglichen Systems und einer einfachen, intuitiven Bedienung an jeder gewünschten Stelle einfach, schnell und sicher abzustellen – ein echter Mehrwert. Alle drei Gründungsteams werden bei ihrer innovativen Geschäftsidee durch die garage33 betreut und erhalten hier vielseitige Unterstützung – angefangen bei allgemeinem Feedback zur Gründungsidee, Workshops sowie Hilfe bei der Antragsstellung für Förderprogramme.

„In den letzten Jahren haben wir bereits einige Erfolge verbucht. Dies beweist, dass unsere Arbeit im Gründungszentrum garage33 Früchte trägt. Durch das Exzellenz Start-up Center.OWL konnten wir die Gründungsunterstützung an den drei Hochschulen Universität Paderborn, Fachhochschule Bielefeld und Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe noch weiter vorantreiben. Das zeigt sich nun sehr deutlich. Ich freue mich, dass unsere Teams so herausragend beim diesjährigen Businessplan-Wettbewerb startklar OWL abgeschnitten haben“, so Arthur Hartel, Leiter Gründungscoaching der garage33.

Foto (OstWestfalenLippe GmbH): Die Preisträger der Kategorie „Hightech und Forschung“ Markus Dalecki (2. v. l.) und Xiaojun Yang (Mitte) von „assemblean“.
Foto (OstWestfalenLippe GmbH): Wolfgang Marquardt (links), OWL GmbH, und Hubert Böddeker (rechts), Sparkasse Paderborn-Detmold, mit den Preisträgern der Kategorie „Industrie, Handwerk und Dienstleistungen“ Christoph Dreesbach und Malik Hafez (Mitte v. l.) von „Cellgo“.
Foto (OstWestfalenLippe GmbH): V. l. Nico Clasing, Stadtsparkasse Rahden, mit den Preisträgern der Kategorie „Zukunft und Gesellschaft“ Phil Janßen, Thorben Engel und Philipp Battisti von „Steets“.
Die Region OWL zeigt hohe Gründungsdynamik

Im Vorfeld hatten sich 90 Gründungsteams an der diesjährigen Wettbewerbsrunde beteiligt, von denen 41 ihren Businessplan eingereicht haben. In einem mehrwöchigen Bewertungsprozess wurden die 10 besten Teams ausgewählt, die schließlich bei der Firma WAGO in Minden vor einer 19-köpfigen Jury gegeneinander antraten. Die Ideen reichten von Lösungen für Big Data, intelligenter Produktion, Augmented Reality, Simulationen, über Designmöbel und Ansätze für Fachkräftesicherung bis hin zu Gesundheit und Nachhaltigkeit und zeigten somit ein breites Spektrum an Themen.

Unterstützung für Gründer:innen aus der Region

Der Businessplan-Wettbewerbs startklar OWL wird von der OstWestfalenLippe GmbH in Kooperation mit 24 Partnern und Unterstützung der Sparkassen in OWL durchgeführt und soll junge Unternehmer:innen dabei unterstützen, aus einer guten Geschäftsidee ein Konzept für eine erfolgreiche Gründung zu entwickeln und in einem Businessplan auf den Punkt zu bringen. Neben dem Preisgeld erhalten die Gründer:innen vielseitige Unterstützungsangebote in Form von Workshops und persönlichen Lots:innen, die mit ihrer Gründungsexpertise beratend zur Seite stehen. Das Projekt ist eine Gemeinschaftsaktion von OWL GmbH, Hochschulen, Kammern, Wirtschaftsförderungseinrichtungen und weiteren Organisationen aus der Region. Der Businessplan-Wettbewerb startklar OWL wurde bereits zum siebten Mal durchgeführt. Insgesamt haben an den sechs Wettbewerbsrunden 519 Teams teilgenommen, 266 davon haben einen Businessplan zur Bewertung eingereicht.

Mittels künstlicher Intelligenz zur vollautomatisierten LKW-Laderaumreinigung

Das junge Rietberger Start-up-Unternehmen KATMA CleanControl möchte mit einem innovativen Geschäftsmodell die Sauberkeitsstandards in der Transportlogistik auf ein neues Level heben. Dafür entwickelten die Gründer einen patentierten Roboter, der künftig vollautomatisiert die händische Reinigung der LKW-Anhänger ablöst. Mithilfe von künstlicher Intelligenz sollen so Ressourcen wie Wasser, Energie und Zeit geschont sowie der nach jeder Tour nötige Reinigungsprozess automatisiert und nach den aktuellen Richtlinien zertifiziert werden. Die Gründerbrüder Patrick und Felix Kathöfer stellten ihre Idee und den fertigen Prototyp kürzlich dem heimischen Abgeordneten und Präsidenten des Landtags, André Kuper (CDU), vor. André Kuper, der zwischen 1997 und 2012 Bürgermeister der Stadt Rietberg war, möchte die Gründungskultur in NRW weiter vorantreiben und nahm den Besuch zum Anlass, sich die kundennahe und zuverlässige Nullserie vorführen zu lassen.

Neue Standards der LKW-Laderraumreinigung

2019 war er, der Start für die Geschäftsidee. Immer wieder beobachteten die beiden Brüder, dass Viehtransporter händisch gereinigt werden und stellten fest, dass es weltweit keine automatisierte Lösung für die aufwändige, ineffiziente und unangenehme Reinigung von LKW-Aufliegern oder Seecontainern gibt. Hinzu kam die Erkenntnis, dass es insbesondere in der Lebensmittellogistik aufgrund strenger Richtlinien und Protokollführung eine zertifizierte, penible Reinigung der Laderäume bedarf. In einem ehemaligen Hühnerstall entwickelten sie kurzerhand einen ersten Prototyp – ein Roboter, der vollautomatisiert LKW-Laderäume reinigt. Mit Hilfe von künstlicher Intelligenz wird der Reinigungsprozess stetig effizienter gestaltet. Durch den patentierten Roboter werden desinfizierende Reinigungsmittel optimal eingesetzt und Ressourcen nachhaltig geschont, unter anderem durch die Wiederaufbereitung von Wasser und Chemikalien. Zudem garantiert die Anwendung einen gleichbleibenden Qualitätsstandard. Mittlerweile liegt die Zeitersparnis gegenüber der herkömmlichen Reinigung bei über 60 Prozent.

KATMA
Foto (KATMA CleanControl): André Kuper (links), Präsident des Landtags NRW, zu Besuch bei Patrick und Felix Kathöfer in Rietberg, den Gründern von KATMA CleanControl. Die beiden stellten ihre Idee und den fertigen Prototyp vor und führten den Landtagspräsidenten über das Werksgelände.

Besonders der Aspekt der Nachhaltigkeit interessierte André Kuper. „So geht Klimaschutz: durch Innovation. Eine solche Gründung erfordert nicht nur Mut und Erfinderreichtum, sondern auch ein Land, das Innovationen statt Verbote fördert. Nur so können wir unsere Vorreiterrolle in Zukunftstechnologien weiter ausbauen“.

Die beiden Gründer zeigten sich begeistert über den Besuch des Landtagspräsidenten: „Vor zwei Jahren haben wir noch in einem ehemaligen Hühnerstall an einem Prototyp geschraubt, jetzt können wir dem Landtagspräsidenten unser fertiges Produkt präsentieren!“

In der Zwischenzeit hat sich KATMA CleanControl nicht nur das Förderprogramm „Exist-Gründerstipendium“ vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) gesichert und das Team erweitert, sondern auch einen Produktionsstandort in Rietberg errichtet. Neben der Unterstützung durch die garage33, Gründungszentrum der Universität Paderborn, hat das Team ein Netzwerk aus regionalen Partnern und Förderern aufgebaut. Für MINT-Nachwuchs sorgt KATMA zum Beispiel mit der ProWirtschaft GT. Schon bald möchten die Jungunternehmer eigene Ausbildungsstellen anbieten. Das junge Team bedankte sich für den Besuch: „Wir setzen unseren Weg fort, die Region durch Erfindergeist, Sicherheit und Nachhaltigkeit voranzubringen.“


Erfolgreiche Ausgründung der Universität Paderborn bringt Abo-Modelle in den deutschen Maschinenbau

2020 fiel bei uns in der garage33, dem Gründungszentrum der Universität Paderborn, der Startschuss für das IoT-Start-up Synctive. Ziel der drei Gründer Manuel Rüsing, Albert Gorlick und Alexander Wunder war es, mit ihrem Start-up eine Management-Software für Abo-Modelle im Maschinenbau zu entwickeln, die sämtliche Informationen und Geschäftsprozesse zentral an einem Ort bündelt. 2021 gründeten die drei schließlich ihr Unternehmen. Nun können sie einen großen Erfolg verbuchen: Die Ausgründung der Universität Paderborn erhielt ein Investment in Höhe von 1,5 Millionen Euro. Der Frühphasen-Investor Capnamic, der sich vor allem auf deutschsprachige Tech-Start-ups spezialisiert hat, führt die Investment-Runde als Lead-Venture Capitalist an. Neben Capnamic investieren unter anderem die Berliner Business Angels “Saarbrücker 21” um Just Beyer, Johannes Schaback, Robert Maier, Oliver Roskopf, Stephan Thoennißen und Eric Ebert, die Mücke Roth & Company GmbH und weitere Business Angels. Mit dem Investment wird das Software-as-a-Service-Start-up sein Produkt weiterentwickeln und das Team ausbauen. Dank der All-in-One Lösung von Synctive kann jeder Maschinenhersteller den Schritt zum nutzungsbasierten Equipment-as-a-Service Geschäftsmodell schnell und einfach schaffen: und das ohne eine komplexe, langwierige und kostspielige Integration verschiedener Softwarelösungen. Synctive arbeitet bereits mit Kunden aus verschiedensten Bereichen des Maschinenbaus. Dazu zählen Hersteller von Maschinen für die Logistik, Baubranche, Metallverarbeitung, Lebensmittelindustrie und vielen mehr.

Geschäftsmodell der Zukunft

Die sogenannte „Supscription Economy“, die unter anderem Abo-Modelle bei Softwareanbietern wie Adobe oder SAP beschreibt, ist ein branchenübergreifender Trend. Dank der innovativen Geschäftsidee von Synctive soll diese endlich im Maschinenbau Einzug halten. Statt die Maschinen nur einmalig zu verkaufen, bieten Maschinenhersteller diese mehrfach als „Equipement-as-a-Service“ zum Verleih inklusive weiterer Services an. Damit treffen die drei Gründer den Nerv der Zeit, denn das Geschäftsmodell gilt als zukunftsweisend und soll laut einer Studie innerhalb der nächsten drei Jahre auf 131 Milliarden US-Dollar Marktvolumen anwachsen.

“Mit Synctive wollen wir eine Win-Win-Situation für die deutsche Industrie schaffen. Nicht nur Maschinenhersteller können ihre Geschäftsfelder erweitern und ihre Margen erhöhen, auch deren Kunden, zum Beispiel kleine und mittlere Unternehmen, profitieren von diesem flexiblen Abo-Modell. Statt hoher einmaliger Investitionen beim Kauf einer Maschine, zahlen sie flexibel für die Maschinenverfügbarkeit und koppeln so ihre Kosten an den Umsatz. Um ihr Abo-Modell effektiv zu managen, benötigen Maschinenhersteller jedoch ein System, dass die Prozesse und Mitarbeiter verschiedener Abteilungen optimal unterstützt. Synctive nimmt die Komplexität und hilft bei der Steuerung und Automatisierung wesentlicher Prozesse“, beschreibt Albert Gorlick die Entwicklung.

Synctive

Aus einem linearen Geschäftsmodell wird ein zirkuläres – und stellt die Prozess- und IT-Landschaft vor große Herausforderungen. Synctive bietet seinen Kunden deshalb ein Managementsystem, dass eine effiziente Zusammenarbeit von Vertrieb, Buchhaltung, Controlling und Customer Service ermöglicht. Dazu gehört unter anderem das Maschinen-Onboarding, das Vertragsmanagement und die Pay-per-Use-Abrechnung. Die Kunden erhalten außerdem einen genauen Überblick über die Performance und Wartungsintervalle ihrer verliehenen Maschinen. Mit ihrer Geschäftsidee wandten sich die drei Gründer an die garage33 und erhielten vor allem in der frühen Phase ihrer Geschäftsentwicklung vielseitige Unterstützung, beispielsweise durch Gründungscoachings, einem eigenen Büro oder bei der Antragsstellung des EXIST-Gründerstipendiums vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz. „Mit dem Rückenwind der Finanzierung, werden wir das Team ausbauen und unsere Lösung weiterentwickeln. Die garage33 hat uns vor allem während der Validierungsphase der Geschäftsidee enorm unterstützt. Vielen Dank dafür“, so Gorlick.

Wir gratulieren dem Team zu diesem Erfolg!

Synctive
Foto (Synctive): V. l. Die Synctive-Gründer Alexander Wunder, Albert Gorlick und Manuel Rüsing in der SmartFactoryOWL.

garage33 und Netzwerkpartner feiern doppeltes Jubiläum

Mit über 300 Gästen feierten wir am 25. Mai im Rahmen des 50-jährigen Jubiläums der Universität Paderborn ein halbes Jahrhundert erfolgreicher Hochschulausgründungen und gleichzeitig auch unser eigenes fünfjähriges Bestehen. Anlässlich dieses doppelten Geburtstags bot „Next Level“, ein Netzwerkevent mit anschließender Party, aktuellen Ausgründungsprojekten der Universität eine Plattform und machte die Vielfalt der Gründungsszene in Ostwestfalen-Lippe (OWL) sichtbar. Die garage33 sowie das gesamte Außengelände hinter dem Gebäude vom Technologiepark 8 wurde in eine inspirierende Eventlocation verwandelt. Das Jubiläum nahmen wir zum Anlass, die Start-up Kultur hochleben zu lassen und gemeinsam mit unseren Gästen in das Start-up-Ökosystem der garage33 einzutauchen. Außerdem nutzten wir die Gelegenheit um über das Wachstum und die Profilierung der garage33 und unser aktuelles Projekt „Exzellenz Start-up Center.NRW“ sowie den Bau des neuen Start-up Campus OWL zu informieren. Prof. Dr. Birgitt Riegraf, Präsidentin der Universität Paderborn, Prof. Dr. Rüdiger Kabst, wissenschaftlicher Leiter des Technologietransfer- und Existenzgründungs-Centers der Universität Paderborn (TecUP) und Prof. Dr. Sebastian Vogt, Geschäftsführer des TecUP, eröffneten die Veranstaltung um 16 Uhr.

Prof. Dr. Birgitt Riegraf freut sich über den Erfolg: „50 Jahre Universität Paderborn, 50 Jahre Start-up Kultur und fünf Jahre garage33: Wir haben viele Gründe zu feiern. Ich freue mich, dass die Gründungskultur hier blüht und bin gespannt auf viele weitere innovative Geschäftsideen, die aus der Universität entstehen.“

„Die Universität Paderborn blickt auf eine lange Gründungskultur zurück. In den vergangenen 50 Jahren haben über 300 erfolgreiche Hochschulausgründungen mehr als 10.000 Arbeitsplätze geschaffen, über 90 Prozent davon in OWL. Seit der Gründung vom TecUP im Jahr 2014 konnten wir 104 Start-ups erfolgreich auf den Markt bringen“, zieht Kabst die beeindruckende Bilanz. Zudem sei das Wachstum und die Profilierung des regionalen Gründungsökosystems nur durch die wertvolle Unterstützung des garage33-Netzwerks möglich. Die Anschubfinanzierung des Landes NRW und der Stifter des OWL-Gründungsökosystems habe entscheidend dazu beigetragen, solch zukunftsweisende Projekte wie den Aufbau der garage33, die Gewinnung des Exzellenz Start-up Center oder des Akzelerator.OWL in Ostwestfalen-Lippe umzusetzen.

„Dieses ‚Klassentreffen‘ mit ehemaligen und aktuellen Gründerinnen und Gründern, Gründungsinteressierten und zentralen Akteuren der Gründungsszene aus ganz NRW ist eine Bühne für das enorme Potential der Region, schärft unser Start-up Ökosystem in OWL und lässt vermuten, was wir zukünftig noch gemeinsam bewegen können“, erklärt Vogt.

Jubiläumsveranstaltung „Next Level“ in der garage33. Foto: Besim Mazhiqi
Foto (Universität Paderborn, Besim Mazhiqi): (v. l.) Prof. Dr. Rüdiger Kabst, wissenschaftlicher Leiter des Technologietransfer- und Existenzgründungs-Centers der Universität Paderborn und Prof. Dr. Birgitt Riegraf, Präsidentin der Universität Paderborn.
Jubiläumsveranstaltung „Next Level“ in der garage33. Foto: Besim Mazhiqi
Foto (Universität Paderborn, Besim Mazhiqi): (v. l.) Prof. Dr. Rüdiger Kabst, wissenschaftlicher Leiter des TecUP, Prof. Dr. Birgitt Riegraf, Präsidentin der Universität Paderborn und Prof. Dr. Sebastian Vogt, Geschäftsführer des TecUP, eröffneten die Veranstaltung.
Teams der garage33 präsentieren Geschäftsideen

Im Mittelpunkt der Feierlichkeiten stand der sogenannte „Demo-Day“, bei dem die Start-ups aus dem garage33-Accelerator gegeneinander antraten. Der Accelerator der garage33 zielt darauf ab, fortgeschrittene Gründungsteams bei der Skalierung und beim Wachstum bis hin zum Product-Market-Fit zu unterstützen. Fünf Teams präsentierten in sechsminütigen Pitches ihre innovativen Geschäftsideen vor der Venture-Capital- und Business-Angel-Szene und einer hochkarätigen, fünfköpfigen Jury. Über einen Stream konnten Business Angel und Investor:innen, die nicht vor Ort an der Veranstaltung teilnahmen, die Pitches live auf ihren Bildschirmen verfolgen. Den Auftakt gab das Team von „Pure U.“, welches innovative Naturkosmetik für sensible Haut entwickelt, produziert und vertreibt. Es folgten die Pitches von „Steets“, ein Unternehmen, das ein innovatives Zusatzmodul für Unterarmgehstützen entwickelt hat, „KATMA“ aus Rietberg, ein Start-up mit dem Thema Laderaumhygiene von LKW und „TrainOs“, eine Lösung für realitätsnahe Operationssimulationen. Mit der Präsentation einer Softwarelösung zur Talentakquise bildete das Team von „MatchU“ den Abschluss der Pitches. Die Jury, bestehend aus Anke Hosse-Doblinger, Direktorin der NRW.BANK, Marieke Funck, Corporate Entrepreneurship garage33, Adelhard Türling, Alumnus der Universität Paderborn, Gründer und Vorstand Fellowmind Germany GmbH, Dr. Yvonne Groening, Alumna der Universität Paderborn, Gründerin und Geschäftsführerin myconsult GmbH sowie Max Erdmann, Alumnus der Universität Paderborn, Gründer und Geschäftsführer der Vaira UG, hatte im Anschluss an die Präsentationen je zwei Minuten Zeit, Rückfragen an die Teams zu stellen. Nachdem sich die Jury beraten hatte und jedem Team ein großes Lob für die gelungenen Präsentationen aussprach, kürten sie Phil Janßen, Thorben Engel und Philipp Battisti vom Team „Steets“ zum Sieger des Abends, welche sich über ein Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro, finanziert durch die NRW.BANK, sichern konnten.

„Wir sind beeindruckt von der innovativen Entwicklung. Das Zusatzmodul von Steets ist ein sehr greifbares und praktisches Add-on für Krücken, das sicherlich vielen mobilitätseingeschränkten Menschen helfen wird. Zudem haben uns der Pitch, die fachlichen Qualifikationen als auch die Darstellung der Bedarfe wie Marktumfeld und Absatz überzeugt“, begründet Anke Hosse-Doblinger die Entscheidung der Jury. Der Publikumspreis ging an das Team von KATMA, welches sich über 500 Euro Preisgeld, ebenfalls von der NRW.BANK gesponsert, freuen durfte.

Jubiläumsveranstaltung „Next Level“ in der garage33. Foto: Besim Mazhiqi
Prof. Dr. Sebastian Vogt (links), Geschäftsführer des TecUP, und Anke Hosse-Doblinger (rechts), NRW.Bank, überreichten den Siegern des Demo-Days, Philipp Battisti, Thorben Engel und Phil Janßen (Mitte v. l.) vom Team „Steets“ ein Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro, finanziert durch die NRW.BANK.
Jubiläumsveranstaltung „Next Level“ in der garage33. Foto: Besim Mazhiqi
Foto (Universität Paderborn, Besim Mazhiqi): Der Publikumspreis ging an das Team von KATMA. Patrick und Felix Kathöfer (Mitte v. l.), Gründer von KATMA, durften sich über 500 Euro Preisgeld freuen, finanziert durch die NRW.BANK.

Auf einer begleitenden Gründungsmesse präsentierten Maji, ClipHut, Devity, Cellgo, mykori, chinkilla, Ufundi, widgetbook, Digimenz, ladeplan und Hola Peanuts ihre innovativen Geschäftsideen. Hier konnten sich die Gäste über aktuelle Ausgründungsprojekte der Universität Paderborn sowie der Gründungsszene in Ostwestfalen-Lippe informieren und mit den Teams ins Gespräch kommen.

Jubiläumsveranstaltung „Next Level“ in der garage33. Foto: Besim Mazhiqi
Jubiläumsveranstaltung „Next Level“ in der garage33. Foto: Besim Mazhiqi
Jubiläumsveranstaltung „Next Level“ in der garage33. Foto: Besim Mazhiqi
Jubiläumsveranstaltung „Next Level“ in der garage33. Foto: Besim Mazhiqi
Jubiläumsveranstaltung „Next Level“ in der garage33. Foto: Besim Mazhiqi
Jubiläumsveranstaltung „Next Level“ in der garage33. Foto: Besim Mazhiqi
Qualitätslabel für „Unchained Robotics“

Ein Start-up-Team erhielt darüber hinaus eine ganz besondere Auszeichnung: Kabst überreichte das Qualitätslabel „Unternehmensgründung aus der Universität Paderborn“ an die Unchained Robotics GmbH. Das Qualitätslabel zeichnet Gründer:innen aus der Universität Paderborn aus, die bereits einige Jahre erfolgreich am Markt agieren und der Universität kooperativ verbunden bleiben. Bisher wurde es in der Geschichte der Universität Paderborn über 50 Mal verliehen. Das 2019 von Mladen Milicevic und Kevin Freise gegründete Start-up Unchained Robotics liefert Systemlösungen für eine effiziente und flexible Automatisierung von Fertigungsprozessen in kleinen und mittelständischen Unternehmen. Somit hilft es Mittelständlern, den einfachen und schnellen Weg zur Automatisierung zu finden.

„Es ist mir eine Freude, das Qualitätslabel an Unchained Robotics zu überreichen. Unchained Robotics pflegt auch noch über viele Jahre nach ihrer Gründung eine enge Kooperationsbeziehung mit uns. Die Gründer erhielten für ihr überzeugendes Geschäftsmodell erstes Wagniskapital durch den Technologiefonds OWL, eine Finanzierung vom Land NRW und in einer zweiten Finanzierung 1,7 Millionen Euro von regionalen und überregionalen VCs und Business Angels“, beglückwünscht Kabst das Team.

„Wir sind Kinder der garage33, sind im Ökosystem der garage33 aufgewachsen, haben viel Unterstützung erhalten und durften sehr viel lernen. Dafür möchten wir ‚Danke‘ sagen. Ich habe in China gesehen, wie pragmatisch die Chinesen im Gegensatz zu uns an die Automatisierung herangehen. Das war der Startschuss für unsere Geschäftsidee, die es für produzierende Unternehmen einfacher macht, Roboter zu erwerben und in Betrieb zu nehmen“, so Milicevic. Die garage33 habe dem Team durch Coachings dabei geholfen, ihre ersten Geschäftsideen weiterzuentwickeln. Dazu sei es sehr hilfreich gewesen, auch das Netzwerk und das Angebot zur Unterstützung bei der Antragsstellung von Förderprogrammen in Anspruch zu nehmen. Und weiter beschreibt Milicevic die Entwicklung: „Damals sind wir damit gestartet, Robotern das Sehen beizubringen. Heute ist es über unsere Online-Plattform für jede Fabrik in Deutschland möglich einen Roboter schnell, einfach und ohne Raketenwissenschaft in die eigene Produktion zu integrieren.“

Jubiläumsveranstaltung „Next Level“ in der garage33. Foto: Besim Mazhiqi
Foto (Universität Paderborn, Besim Mazhiqi): Prof. Dr. Rüdiger Kabst (oben links) überreichte das Qualitätslabel „Unternehmensgründung aus der Universität Paderborn“ an die Unchained Robotics GmbH. Das Qualitätslabel zeichnet Gründer:innen aus der Universität Paderborn aus, die bereits einige Jahre erfolgreich am Markt agieren und der Universität kooperativ verbunden bleiben. Mladen Milicevic (2. von oben links) und Kevin Freise (vorne Mitte), Gründer von Unchained Robotics, sowie das gesamte Team freuten sich über die Auszeichnung.

Im Anschluss an die Preisverleihung ging die Veranstaltung bei Musik, Speisen und Getränken in ein lockeres Fest über. Neben guten Gesprächen in offener Atmosphäre sorgten unsere Netzwerkpartner und Förderer, die VerbundVolksbank OWL, die Sparkasse Paderborn-Detmold und die Warsteiner Brauerei für das leibliche Wohl. Die Universitätsgesellschaft Paderborn organisierte den feierlichen Sektempfang für die Gäste. Ab 18 Uhr begleitete der Paderborner DJ Cut Spencer das Event musikalisch mit einer Mischung aus Lounge, Hip-Hop, House und Disco.

Jubiläumsveranstaltung „Next Level“ in der garage33. Foto: Besim Mazhiqi
Foto (Universität Paderborn, Besim Mazhiqi): Unsere Eventmanagerin Carola Pense (links) hatte allen Grund zu feiern. Die Jubiläumsveranstaltung „Next Level“ in der garage33 war ein voller Erfolg.
Jubiläumsveranstaltung „Next Level“ in der garage33. Foto: Besim Mazhiqi
Foto (Universität Paderborn, Besim Mazhiqi): Im Anschluss an die Preisverleihung ging die Veranstaltung bei Musik, Speisen und Getränken in ein lockeres Fest über.
50 Jahre Universität Paderborn

„Next Level“ ist eines von insgesamt „50 Mosaiken“ – eine Veranstaltungsreihe im Rahmen des Jubiläumsjahres der Universität Paderborn. Studierende, Wissenschaftler:innen und Mitarbeitende haben sich 50 verschiedene Programmpunkte überlegt, die die Vielfalt der Universität Paderborn sichtbar machen und zu denen alle Interessierten eingeladen sind. Informationen zu den weiteren Veranstaltungen im Jubiläumsjahr gibt es unter: www.upb50.de.

Jubiläumsveranstaltung „Next Level“ in der garage33. Foto: Besim Mazhiqi
Jubiläumsveranstaltung „Next Level“ in der garage33. Foto: Besim Mazhiqi

garage33 und finanzielle Stifter ziehen beeindruckende Zwischenbilanz

Die garage33 feiert in diesem Jahr ihr fünfjähriges Bestehen. Im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung am Montag, 23. Mai, haben die finanziellen Stifter gemeinsam mit den Verantwortlichen auf eine erfolgreiche Entwicklung zurückgeblickt. Prof. Dr. Rüdiger Kabst, wissenschaftlicher Leiter des Technologietransfer- & Existenzgründungs-Centers der Universität Paderborn (TecUP), sowie Prof. Dr. Sebastian Vogt, Geschäftsführer des TecUP, stellten dabei die Gründungslandschaft rund um die garage33 vor. Auch die Stifter sprachen über die Bedeutung und ihre Motivation zur Förderung der Start-up Szene in der Region.

„Das Wachstum und die Profilierung des regionalen Gründungsökosystems wäre ohne die wertvolle Unterstützung der hier versammelten Stifter nicht möglich. So wären wir ohne die Anschubfinanzierung der Stifter nicht in der Lage gewesen, solch zukunfts-weisende Projekte wie den Aufbau der garage33, die Gewinnung des Exzellenz Start-up Center (ESC.OWL) oder des Akzelerator.OWL in Ostwestfalen-Lippe umzusetzen“, stellt Kabst die Bedeutung der Stifter für das regionale Gründungsökosystem und die garage33 heraus. „Neben den Unterstützern aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft sind es insbesondere die regionalen Stifter, ohne die der Aufbau eines derartigen Start-up-Ökosystems nicht möglich ist“, bekräftigt Vogt das gemeinsame Engagement.

„Es war immer das Ziel von Heinz Nixdorf, junge Leute zu ermutigen, ihr Schicksal in die eigene Hand zu nehmen und dabei unternehmerisch zu denken und zu handeln. Wir freuen uns, in diesem Leuchtturmprojekt einen Beitrag dazu leisten zu können, dass aus der Grundlagenforschung der Universität Paderborn und den anderen Hochschulen der Region erfrischend ehrgeizige Start-ups mit tollen Ideen entstehen“, betont Prof. Dr. Nikolaus Risch, Vorstandsmitglied der Heinz Nixdorf Stiftung.

Dr. Otto Drosihn, Vorstandsvorsitzender von Paderborn überzeugt. e.V.: „Wir sind Förderer seit der ersten Stunde – jeder investierte Euro hat sich mehr als gelohnt. Seit ihrer Gründung vor fünf Jahren hat sich die garage33 zu einem bedeutenden Innovationstreiber mit überregionaler Strahlkraft entwickelt, sodass sie heute zu einem der zentralen Leistungsträger in der landesweiten Start-up Szene zählt.“

„Durch die Förderung des universitären Gründungsökosystems unterstützen wir mutige Hochschulausgründungen, um innovative Geschäftsmodelle zu realisieren. Der Austausch zwischen Gründern und etablierten Unternehmern ermöglicht neue Geschäftsideen. Damit wird die Wirtschaft gestärkt und es entstehen neue Arbeitsplätze“, erklärt Arnd Paas, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Paderborn-Detmold.

Auch Karl-Heinz Rawert, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der VerbundVolksbank OWL, erläutert: „Die garage33 steht für Zukunft, Fortschritt und natürlich für Talente. Mit unserem Engagement wollen wir dazu beitragen, OWL nachhaltig als Gründungsregion zu etablieren, Start-ups und bestehende mittelständische Unternehmen zusammenzuführen und jungen Talenten die Chance zu geben, Ihr unternehmerisches Potential auszuschöpfen.“

Auch Michael Dreier, Bürgermeister der Stadt Paderborn, der aufgrund der aktuellen Lage nicht persönlich an der Veranstaltung teilnehmen konnte, ist stolz auf die garage33: „Durch die Kooperation wichtiger Partner wurden neue Möglichkeiten für die Start-up-Szene Paderborns und die gesamte Gründungsregion OWL geschaffen und die Kompetenzen und Stärken der Region strategisch gebündelt.“ Die garage33 sei ein bedeutender, zukunftsweisender Akteur für den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Paderborns.

Beiratssitzung der garage33

Im Anschluss an die Vorstellung der finanziellen Stifter fand die Beiratssitzung der garage33 statt. Nach der Eröffnung durch Kabst und Vogt stellten sich die siebzehn Beiratsmitglieder vor. Kabst und Vogt berichteten über das Wachstum und die Profilierung der garage33 sowie über die aktuellen Projekte, das ESC.OWL und den Akzelerator.OWL. Danach wurde der neue Beirat bis Ende 2024 durch die garage33 bestellt. Neben ehemaligen Beiratsmitgliedern kamen auch neue hinzu, u. a. Alumni der garage33. Dr. Otto Drosihn wurde als Vorsitzender und Bürgermeister Michael Dreier als Stellvertreter wiedergewählt. Dr. Thomas Reiher, garage33-Alumnus und Co-Founder der AMendate GmbH, wurde als zweiter Stellvertreter des Beirats neu gewählt. Den Abschluss der Veranstaltung bildeten Präsentationen von sechs Gründungsteams. In sogenannten „Pitches“ präsentierten die Teams, die in der garage33 entstanden sind, innerhalb von fünf Minuten ihre innovativen Geschäftsideen. Mit assemblean, deren Vision es ist, eine vollständige Auslastung von Produktionsanlagen zu erreichen, sowie Excellence Coatings, die eine innovative „Easy-to-clean“-Beschichtung entwickelt haben, eröffneten zwei junge Start-ups die Präsentationen. Danach folgten mit Unchained Robotics und maxcluster zwei reife Start-ups. Unchained Robotics liefert Systemlösungen für eine effiziente und flexible Automatisierung von Fertigungsprozessen in kleinen und mittelständischen Unternehmen, maxcluster optimiert das E-Commerce Hosting für Online-Händler und Agenturen. Mit Cargoboard und Intellicant folgten schließlich zwei Corporate Start-ups. Cargoboard widmet sich mit ihrem innovativen Geschäftsmodell der Digitalisierung der Logistikbranche, Intellicant bietet intelligente Lösungen im Bereich von Kläranlagen. Anschließend blieb noch Zeit für ein lockeres „Get-together“.

Wachstum und Profilierung

Als Exzellenz Start-up Center.NRW setzt sich das TecUP für die Sensibilisierung und Qualifizierung im Themenfeld Existenzgründung aus der Hochschule ein und versteht sich als Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Forschungsexzellenz soll dabei in Gründungsexzellenz überführt werden, um die Erkenntnisse für Wirtschaft und Gesellschaft nutzbar zu machen. 2016 wurde auf Initiative der Stadt Paderborn, Paderborn überzeugt. e.V. und der Universität Paderborn die garage33 ins Leben gerufen und am 17. Mai 2017 im Technologiepark 8 eröffnet. Im Freiraum der garage33 setzt das TecUP nicht nur auf eine gute Vernetzung und den Austausch von Gründern und gestandenen Unternehmern, sondern auch auf den Zugang zu Wachstumskapital – so etwa über den hier ansässigen und vom TecUP mitinitiierten Technologiefonds OWL oder auch das Business Angel Netzwerk OWL (BAN.OWL). Rund um die garage33 ist mittlerweile ein starkes und stetig wachsendes Netzwerk aus Förderern, Business Angels, Investoren und Premium Partnern entstanden.

In den vergangenen vier Jahren verfünffachte die garage33 ihre Fläche auf 2.000 Quadratmeter. Als nächster großer Wachstumsschritt wird sie im Herbst 2023 ein neues Gebäude beziehen. Der Start-up Campus OWL mit dem Projekttitel „Akzelerator.OWL“ soll die neue Heimat für Gründende werden. In der hochmodernen Immobilie der Universität Paderborn auf dem ehemaligen Gelände der Barker Barracks entstehen auf rund 7.000 Quadratmetern Arbeitsräume, ein Maker Space, Wertstätten, Co-Working-Flächen und eine Bürolandschaft. Das mit rund 23 Millionen Euro vom Land geförderte Bauprojekt zielt auf die nachhaltige Stärkung der Gründungskultur in Paderborn und darüber hinaus ab.

Beirat der garage33
(V. l. oben) Thomas Begemann, BENTELER Group, Dr. Stefan Pecoroni, GEA Group AG, Prof. Dr. Sebastian Vogt, TecUP, Arnd Paas, Sparkasse Paderborn-Detmold, Martin Nixdorf, Heinz Nixdorf Stiftung/Stiftung Westfalen, Dr. Thomas Reiher, Hexagon AG (ehemals AMendate GmbH), Artur Nachtigal, Cargoboard GmbH & Co. KG, Daniel Weiner, StudyHelp GmbH, Peter Hübinger, Miele & Cie. KG, Dr. Otto Drosihn, Media-Print Group GmbH und Paderborn überzeugt. e.V. (V. l. untere Reihe) Boris Langerbein, INTILION GmbH, Dr. Tim Brühn, Cargo Digital World AG, Prof. Dr. Rüdiger Kabst, TecUP und Andreas Hartmann, HARTMANN INTERNATIONAL GmbH und Co. KG. Außerdem wurden Bürgermeister Michael Dreier, Paderborn überzeugt. e.V., Dr. Elke Radeke, INCONY AG, Daniel Wehsarg, HELLA GmbH & Co. KGaA (FORVIA) sowie Ansgar Käter, VerbundVolksbank OWL eG, in den Beirat bestellt, die an der Sitzung nicht teilnehmen konnten.
Prof. Dr. Rüdiger Kabst stellt den Beirat der garage33 vor
Prof. Dr. Rüdiger Kabst stellt den Beirat der garage33 vor
Eindrücke von der Beiratssitzung
Eindrücke von der Beiratssitzung der garage33

ESC.OWL erhält Förderempfehlung von Experten-Jury

Eine von Prof. Dr. Andreas Pinkwart, Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen (MWIDE NRW), eingesetzte Experten-Jury hat dem Exzellenz Start-up Center.OWL (ESC.OWL) der Universität Paderborn eine herausragende Leistung bescheinigt. Auf dieser Grundlage empfahl sie, die Förderung bis Ende 2024 fortzusetzen. Wenn die zugesagten Anschlussfinanzierungen aus eigenen Mitteln eingehalten werden können, soll die Förderung sogar bis 2025 verlängert werden. Unter unserer Konsortialführung wird das ESC.OWL gemeinsam mit dem Center for Entrepreneurship der Fachhochschule Bielefeld (FH Bielefeld) und der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe (TH OWL) umgesetzt. Es ist vom MWIDE NRW 2019 als eines von insgesamt sechs Exzellenz Start-up Center in NRW ausgewählt worden. Die Initiative soll die Gründungskultur an den Hochschulen weiter vorantreiben und stärken.

„Ich freue mich, dass die Exzellenz Start-up Center ausgezeichnete Arbeit leisten und deshalb von der Experten-Jury so positiv evaluiert wurden. Wir setzen hier mit erheblichen Landesmitteln eine langfristige Strategie für mehr und bessere Gründungen aus den ausgezeichneten Universitäten unseres Landes um. Damit wird das Start-up-Ökosystem insgesamt deutlich gestärkt, um Nordrhein-Westfalen bis 2025 zu einer TOP 10 Start-up-Region in Europa zu entwickeln“, so Pinkwart.

„Um visionäre und zugleich zukunftsweisende Projekte wie das Exzellenz Start-up Center oder den Bau des Akzelerator.OWL als neuen Start-up Campus und Heimat der Gründerszene umzusetzen, braucht es neben einem starken Team und Partnern, die an einem Strang ziehen, vor allem Unterstützer auf allen politischen Ebenen. Ich freue mich sehr, dass wir dieses tragfähige Netzwerk in den vergangenen Jahren aufbauen konnten. Das überaus zusprechende Votum der Experten-Jury bestätigt die Wahrnehmung, dass sich rund um die garage33 ein Start-up-Ökosystem formiert, dessen Strahlkraft weit über die Landesgrenzen hinaus reichen“, so TecUP-Geschäftsführer Prof. Dr. Sebastian Vogt. „Die Einschätzung der Experten-Jury ehrt uns sehr und ist ein Zeichen dafür, dass Wissenschaft und Wirtschaft in unserem Exzellenz Start-up Center beispielhaft vernetzt sind“, ergänzt Prof. Dr. René Fahr, Vizepräsident für Wissens- und Technologietransfer der Universität Paderborn.

Grundstein für langfristige Erfolge

Mit dem ESC.OWL möchte die Universität Paderborn die Gründungskultur in der Region nachhaltig etablieren und sich zu einem Leuchtturm für Gründungsvorhaben in der digitalen Transformation entwickeln. Vor allem soll die Zahl der Gründungen im Business-to-Business-Bereich in enger Kooperation mit der Wissenschaft und der technologieorientierten Wirtschaft in der Region OWL gesteigert werden. Nicht zuletzt deshalb arbeitet die Universität Paderborn eng mit der FH Bielefeld und der TH OWL zusammen. An allen drei Hochschulstandorten wird die Unterstützung für Gründende ausgebaut, sodass die gesamte Region von dem Projekt profitiert.

Neben dem ESC.OWL haben auch die Zentren an der RWTH Aachen, der Ruhr-Universität Bochum, der TU Dortmund, der Universität zu Köln und der Westfälischen-Wilhelms-Universität Münster eine Förderempfehlung erhalten. Damit würdigt die Jury die Arbeitsergebnisse der Universitäten. Nach Zahlen des Monitoringberichts des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft ist von 2019 bis 2021 die Gesamtanzahl der Gründungen aus den sechs Exzellenz Start-up Centern von 129 auf 191 pro Jahr gestiegen, das entspricht einem Wachstum von fast 50 Prozent. Bis 2024 wollen die sechs Universitäten insgesamt 238 Gründungen pro Jahr erreichen. Mit organisatorischen Veränderungen innerhalb der Universitäten, einer anwendungsorientierten Geräteausstattung und der Entfristung von Stellen wurden die Grundsteine für eine Wirkung der Projekte auch über den Förderzeitraum hinaus gelegt.

NRW-weite Veranstaltungsreihe für Gründungsinteressierte macht Halt in Paderborn

Gemeinsam mit dem Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen (MWIDE) bringen wir, Gründungszentrum der Universität Paderborn, ein neues Veranstaltungsformat auf den Paderborner Campus: Die Roadshow „Meet, Greet + Beat“ der Neuen Gründerzeit NRW bietet am Mittwoch, 11. Mai ab 17 Uhr, Gelegenheit, sich über das Thema Gründung zu informieren, Erfahrungswerte auszutauschen und Kontakte zu knüpfen. Im Mitteilpunkt steht der Wettbewerb von fünf Start-ups, die mit ihren Geschäftsideen auf der Bühne gegeneinander antreten. Christoph Dammermann, Staatssekretär des MWIDE, eröffnet die Veranstaltung gemeinsam mit Prof. Dr. Birgit Riegraf, Präsidentin der Universi-tät Paderborn, um 18.15 Uhr im Hörsaal G. Weitere Informationen und kostenlose Tickets für die Roadshow gibt es unter: https://gründen.nrw/wettbewerbe/roadshow-fuer-gruendende-nrw/meet-greet-beat-paderborn.

Gründungsinteressierte können sich den ganzen Abend lang durch kurze Impulse beispielsweise zu den Themen Prototyping, Wissenstransfer und zu Finanzierungsmöglichkeiten inspirieren lassen. Dabei treffen sie auf Kollegen, potentielle Kundschaft und Experten aus der Förder- und Start-up-Beratung. Neben der garage33 und der GründungsOffensive Paderborn sind mit der Founders Foundation, dem Gründungsnetzwerk Lippe und dem Gründungsnetzwerk OWL Partner aus ganz Ostwestfalen-Lippe vertreten.

Außerdem präsentieren fünf Start-ups, die durch das Gründerstipendium NRW gefördert werden, ihre Ideen vor einer Jury: „Credular“, ein Unternehmen für Softwareentwicklung aus Bielefeld, „Crocodile Health GmbH“, ein dreiköpfiges Team aus Delbrück mit dem Fokus auf medizinische Bildung, „Ladeplan“ aus Paderborn, ein Start-up mit dem Thema E-Ladeinfrastruktur, „Recommendy“, eine Plattform für Onlinehandel mit Sitz in Bielefeld und – ebenfalls aus Bielefeld – das Team von „VanSite“, das eine Tourismus-App entwickelt hat. Innerhalb von fünf Minuten müssen die Teams auf der Bühne zeigen, was ihr Start-up einzigartig macht und warum es das Potential zum erfolgreichen Unternehmen hat. Dabei haben sie die Chance auf ein Preisgeld in Höhe von 2.000 Euro und den Einzug ins Roadshow-Finale in Düsseldorf am 13. September. Dort treten sie gegen die Gewinner:innen der anderen Roadshow-Stopps, um den mit 5.000 Euro dotierten und von der NRW.BANK gesponserten Hauptpreis zu gewinnen. In den vergangenen Monaten hat die Roadshow des MWIDE bereits Halt in Wuppertal, Münster, Dortmund und Aachen gemacht. Vor dem großen Finale in Düsseldorf ist noch ein Stopp am 23. Juni in Köln geplant.

Eindrücke vom Roadshow-Stopp in Aachen am 26. April.
Foto (MWIDE): Eindrücke vom Roadshow-Stopp in Aachen am 26. April.