Das Team möchte das Bewerbungs- und Recruitmentverfahren der Zukunft gestalten

Bewerbungsverfahren laufen seit Jahrzehnten nach dem gleichen Muster ab. Bewerber:innen investieren unzählige Stunden in die Suche nach interessanten Stellen und beginnen dann erst mit der eigentlichen Arbeit: dem Verfassen und Zusammenstellen der Bewerbungsunterlagen. Für Studierenden und Hochschulabsolvent:innen spielt bei der Jobsuche neben der Frustration über sich häufende Absagen auch die Unsicherheit über die berufliche Zukunft sowie die eigenen Stärken und Schwächen eine immer zentralere Rolle. Auch auf Seiten der Unternehmen bringt der starre Ablauf des Bewerbungsverfahrens Probleme mit sich, die sich in Zeiten der Digitalisierung und einer damit verbundenen Spezialisierung vieler Berufe noch verstärken werden. Das Team MatchU  um Marius Langenbach, Absolvent der Universität Paderborn und Kimberley Looschelders, möchte daher das Bewerbungs- und Recruitmentverfahren der Zukunft gestalten. Das Team hat einen deutlich verschlankten Prozess entwickelt, um das Bewerbungsverfahren effizienter und objektiver zu gestalten. Dieser besteht aus einem Matching-System und einem digitalen Analyseverfahren.

Onlineplattform vereint Fähigkeitsanalyse und algorithmusbasiertes Matchingsystem

Hierfür bietet MatchU eine Plattform an, die die einzelnen Bewerbungsverfahren vereint. Fähigkeitsanalysen sollen zukünftig als Grundlage für die Bewerbung dienen. Zurzeit liegt der Fokus noch auf einem vereinfachten Prozess. Die Bewerber:innen laden ihren Lebenslauf hoch, aus dem dann die wichtigsten Fakten extrahiert werden, um passende Stellenausschreibungen mit der jeweiligen Person zu matchen. Dadurch wird der Bewerbungsprozess vereinfacht, denn Bewerber:innen müssen weder nach Stellen suchen noch die Bewerbungsunterlagen versenden. Auf der anderen Seite platzieren Unternehmen bei MatchU ihre Stellenausschreibungen. Die Ergebnisse der Fähigkeitsanalyse werden mit den Kriterien der Stellenausschreibung verglichen. Aus dem Talentpool werden die idealen Bewerber:innen mittels Algorithmus gesucht und gematcht. Das algorithmusbasierte Matchingsystem soll Bewerber:innen ihrem Traumjob näher bringen und gleichzeitig Unternehmen die Suche nach den passendsten Mitarbeitenden ermöglichen und erleichtern. Die Profile werden in anonymer Form dargestellt. Das Bewerbungsverfahren wird auf beiden Seiten deutlich verschlankt, was sich sowohl in einer Zeit- als auch Kostenersparnis niederschlägt.

TecUP Start-up School als Ideenschmiede

Die Idee entstand während des Workshops „Ideenwerkstatt“ der TecUP Start-up School  eine Veranstaltungsreihe unseres Inkubators garage33. Sie soll junge Menschen aus OWL, die ein Start-up gründen wollen, bei der Entwicklung innovativer Unternehmensideen unterstützen und ihnen grundlegendes Methodenwissen zum Thema Unternehmensgründung vermitteln. Marius und Kimberley nahmen vor einem Jahr daran teil und wurden in ein Team eingeteilt. Neben der Generierung einer Idee bekamen sie Techniken und Methoden zur Zusammenarbeit an die Hand und knüpften den Kontakt zu unseren Coaches. In weiteren Workshops der Veranstaltungsreihe entwickelten die beiden Ideengebenden ihre Unternehmensidee weiter und bereiteten sich erfolgreich auf die Bewerbung für ein Förderprogramm vor. „Der TecUP Start-up School haben wir es zu verdanken, dass es MatchU überhaupt gibt“, reflektiert Kimberley das vergangene Jahr in der garage33. Seit Mai erhält das Team nun für seine innovative Geschäftsidee mit dem „Gründerstipendium NRW“ des Ministeriums für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen (MWIDE) eine einjährige Förderung. Die nächsten Schritte sind der Ausbau des Bewerber:innenpools und die vollständige Integration einer fachlichen Fähigkeits- und Softskillanalyse, mit denen sie ihre innovative Geschäftsidee weiter vorantreiben möchten. Ende April bezog das Team von MatchU, das mittlerweile um Harshith Srinivas und Qibin Wang gewachsen ist, ein eigenes Büro in der garage33.

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